Justiz Millionenbetrug mit Platin-Handel - 31-Jähriger in Chemnitz verurteilt

Aufgrund von sieben Fällen der Steuerhinterziehung ist am Freitag ein 31-Jähriger in Chemnitz zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte Platin an Handelshäuser verkauft und die Umsatzsteuer in Millionenhöhe einbehalten.

Die Justitia über dem Eingang am Landgericht Chemnitz
Das Landgericht Chemnitz verurteilte den Mann zu vier Jahren und zwei Monaten Haft. Bildrechte: dpa

Nach einem Millionenbetrug beim Handel mit Münzen und Barren aus Platin hat das Landgericht Chemnitz am Freitag einen 31-Jährigen zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Nach Überzeugung der Wirtschaftsstrafkammer hat er 16 Millionen Euro Umsatzsteuer hinterzogen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Sieben Fällen der Steuerhinterziehung

Dabei hatte der Mann von 2018 bis 2020 das Edelmetall an Handelshäuser in Deutschland verkauft, sich aber die Umsatzsteuer einbehalten. Die Herkunft der Lieferungen über private Kurierfahrten aus Tschechien und der Slowakei soll er über fingierte Rechnungsketten verschleiert haben. Den Angaben zufolge hatte der Mann vor Gericht ein Geständnis abgelegt.

Verurteilt wurde der 31-Jährige wegen sieben Fällen der Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall. Die Verteidigung hatte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren, die Staatsanwaltschaft von viereinhalb Jahren beantragt. Das Urteil lag dann mit vier Jahren und zwei Monaten Haft in der Mitte. Es ist aber noch nicht rechtskräftig.

Quelle: MDR/jn,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten | 03. Juli 2021 | 07:30 Uhr

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