Entwarnung Fliegerbombe bei Chemnitz entschärft

Ein langer, kegelförmiger und verrosteter Gegenstand auf der Ladefläche eines Transporters. (In Chemnitz hat die Polizei am Donnerstag eine Bombe entschärft.)
So sieht die entschärfte 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus. Bildrechte: Polizeidirektion Chemnitz

Die zwischen Einsiedel und Dittersdorf gefundene britische Fliegerbombe ist entschärft. Das teilte die Stadtverwaltung Chemnitz mit. Gegen 13 Uhr gaben die Experten vom Kampfmittelräumdienst Entwarnung, so dass die Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Ein Mitarbeiter des Sachsenforstes hatte die Bombe am Mittwochabend bei Arbeiten im Wald entdeckt. Das Fundgebiet lag in einem Waldstück im Grenzbereich zwischen der Stadt Chemnitz und dem Erzgebirgskreis.

670 Menschen von Evakuierung betroffen

Wie ein Sprecher der Stadt Chemnitz mitteilte, waren etwa 670 Menschen in einem Radius von einem Kilometer von der Evakuierung betroffen. Die zumeist älteren Menschen waren bei Familien und Freunden untergekommen. Einige wenige nahmen das Angebot der Kommune an und suchten die Turnhalle des Gymnasiums Einsiedel auf.

Polizeibeamte sperren eine Straße ab
Polizeibeamte achteten darauf, dass sich keine Menschen im Sperrkreis um den Fundort der Bombe aufhielten. Bildrechte: Matthias Wetzel

Entschärfer entdecken weitere Bombe

"Trotz der erschwerten Bedingungen durch Corona und dem Fund eines weiteren Kampfmittels im Stadtgebiet liefen die Evakuierungsmaßnahmen sehr gut und zügig", stellte Einsatzleiter René Kraus fest. Zusätzlich zu der Fliegerbombe war auch in einer Kleingartenanlage im Chemnitzer Stadtteil Reichenhain ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden, der sich den Angaben zufolge als Stabbrandbombe entpuppte. Sie wurde nach dem Einsatz in Einsiedel von den Kampfmittelräumexperten mit abtransportiert.

Dieses Thema im Programm von MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 15.04.2021 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/dk/lam/sth/dpa

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