Ermittlungen Frau bei Gewaltverbrechen in Chemnitz lebensbedrohlich verletzt

Polizei und Rettungsfahrzeuge stehen auf einer Straße.
Rettungskräfte und Polizei waren zum Tatort nach Chemnitz-Altendorf geeilt. Bildrechte: Harry Härtel

Im Chemnitzer Stadtteil Altendorf ist eine Frau am Dienstag nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Polizei teilte mit, die 39-Jährige sei von Polizeibeamten mit lebensbedrohlichen Verletzungen am Boden liegend gefunden worden. Herbeigerufene Rettungskräfte hätten umgehend die medizinische Versorgung der Verletzten übernommen. Die Frau kam in ein Krankenhaus, wo eine Not-OP notwendig wurde.

Frau rief Polizei um Hilfe

Laut Ermittlern hatte die Frau zuvor bei der Polizei angerufen, weil ein junger Mann mit Gewalt versuchte, in die Wohnung der Frau in der Ernst-Heilmann-Straße einzudringen. Als Beamte das Mehrfamilienhaus kurz nach dem Notruf betraten, seien sie im Hausflur auf den zuvor beschriebenen 18-Jährigen getroffen, der leicht verletzt war. Danach hätten sie die schwer verletzte Frau in ihrer Wohnung gefunden.

Der 18-Jährige wurde den Angaben zufolge vorläufig festgenommen und ebenfalls in einem Krankenhaus versorgt.

Junger Mann soll Haftrichter vorgeführt werden

Derzeit geht die Kriminalpolizei davon aus, dass der 18-Jährige gewaltsam in die Wohnung der Frau eingedrungen ist. In der Wohnung kam Reizgas zum Einsatz. "Anschließend hat der 18-Jährige offenbar mit einem Stichwerkzeug der Mieterin die lebensbedrohlichen Verletzungen zugefügt", so die Polizei.

Die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes dauern an. Der 18-Jährige wurdeam Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Mann, der daraufhin in eine Jugendstrafvollzugsanstalt gebracht wurde.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm von MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.04.2021 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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