Forschung Helmholtz-Studie zu Corona-Antikörpern startet in Chemnitz

Teststation auf Corona-Antikörper eröffnet
Teststation auf Corona-Antikörper eröffnet Bildrechte: MDR

Im Zuge einer groß angelegten, bundesweiten Antikörper-Studie werden von diesem Mittwoch an 3.000 Menschen in Chemnitz auf Corona-Antikörper getestet. Die Studie wird vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung durchgeführt. In den kommenden Tagen erhalten rund 8.000 Menschen aus Chemnitz, Taura, Auerbach, Limbach-Oberfrohna, St. Egidien, Hartmannsdorf, Hainichen, Zwönitz, Niederdorf und Hohenstein-Ernstthal eine schriftliche Einladung, freiwillig an der Studie teilzunehmen.

Ziel: Bevölkerungsanteil mit Antikörpern im Blut ermitteln

Hauptziel der Studie ist es, den Anteil der Bevölkerung zu bestimmen, der Antikörper gegen das Coronavirus im Blut hat und somit vermutlich bereits mit dem Virus infiziert war. Ralph Burghart, der zuständige Bürgermeister in Chemnitz, freut sich, dass die Stadt für die Studie ausgewählt wurde. "Je mehr Daten und Untersuchungsergebnisse wir zur Corona-Pandemie erhalten, desto besser und schneller können wir sie gemeinsam überwinden", sagte er. "Von daher unterstütze ich die Studie und rufe alle Chemnitzerinnen und Chemnitzer aber auch alle Bürgerinnen und Bürger aus den angrenzenden Landkreisen dazu auf, sich an dieser Studie zu beteiligen."

Laborergebnis per App

Teilnehmen darf nur, wer eine Einladung zu der Studie erhalten hat. Bei den zufällig ausgewählten Bürgern und Bürgerinnen sei der Altersdurchschnitt und die Männer-Frauen-Verteilung in der Region berücksichtigt worden, so der Studienleiter Gérard Krause. Bei der Testung werde neben der Blutentnahme auch ein Kurz-Fragebogen ausgefüllt. "Damit wir den Aufenthalt im Studienzentrum so kurz wie möglich halten können, wird ein längerer Fragebogen per App ausgefüllt", so Krause. Über die App wird dem Studienteilnehmer dann auch sein Laborergebnis mitgeteilt.

Die Probe-Entnahmen finden im Zeitraum vom 03. bis zum 30. März im Studienzentrum in Chemnitz statt. Es werden bis zu 3.000 Personen getestet. Im Juli soll dann eine zweite Probeentnahme folgen. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung führt die Untersuchungen bundesweit in acht Städten und Kreisen durch. Die Studie startete am 1. Juli 2020 in Reutlingen als Pilotregion und erfolgte bisher zudem in Freiburg, Aachen, Osnabrück und Magdeburg.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.03.2021 | ab 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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