Lockerungen Chemnitz testet Apps für den Weg aus der Corona-Krise

Das Rathaus von Chemnitz.
Chemnitz sucht nach digitalen Möglichkeiten, um die Öffnung von Geschäften und Gastronomie wieder zu ermöglichen. Bildrechte: imago/Hoch Zwei Stock/Angerer

In den kommenden Wochen will die Stadt Chemnitz für ihren Weg aus dem Lockdown mehrere Apps testen. Mit den Apps sollen negativ getestete Personen Geschäfte betreten und Veranstaltungen überhaupt besuchen können. Die Stadtverwaltung hat mitgeteilt, dass in der Testphase mit mehreren Partnern die gesamte "Prozesskette" geprüft werden solle.

Getestet werde der gesamte Ablauf der digitalen Kontaktnachverfolgung. Das beginnt bei der Installation der App, führt weiter zum Abspeichern des Schnelltest-Ergebnisses bis hin zur Zutrittsberechtigung. Ein wichtiger Baustein sei dabei auch die Möglichkeit der Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nebeneffekt: Nachverfolgung von Infektionen

Oberbürgermeister Sven Schulze: "Der Wunsch nach Öffnungen und einem Weg zurück in ein 'normales' Leben ist sehr verständlich. Solange die Pandemie aber noch aktiv ist, müssen wir versuchen, vor allem die Nachverfolgung von Infektionen sicherzustellen. Dabei sollen uns diese Systeme unterstützen." Er wünsche sich, dass nach der Testphase sehr viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer die Apps verwenden würden.

Luca-App
Auch die Luca-App wird getestet. Bildrechte: dpa

Die Testphase soll mehrere Wochen dauern. Danach sollen die geeigneten Systeme in Chemnitz verwendet werden. Insgesamt werden drei Apps getestet, darunter auch die Anwendung "Luca".

Luca-App Mit Luca bekommen Nutzer einen QR-Code als virtuellen Schlüssel auf ihr Smartphone. Menschen ohne Telefon nutzen einen analogen Schlüsselanhänger. Beim Restaurantbesuch, bei einem Konzert oder im Fitness-Studio loggen sie sich damit ein. Die Daten der Besucher werden gespeichert, können jedoch nur vom Gesundheitsamt vor Ort gelesen werden. Wird dort ein Corona-Fall gemeldet, gleicht das System ab, mit wem die infizierte Person in den vergangenen 14 Tagen Kontakt hatte und informiert die betroffenen Restaurants bzw. Veranstalter und auch die anderen Gäste, die sich zur betreffenden Uhrzeit dort aufgehalten haben. Nach 14 Tagen werden die Daten gelöscht.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.03.2021 | 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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