Besucheransturm Besucher trotzen Windstille beim Drachenfest in Rabenstein

Der Herbst hat sich am Sonntag von seiner sonnigen, aber auch fast windstillen Seite gezeigt. Kein gutes Omen für das Drachenfest in Chemnitz? Im Gegenteil: Tausende Besucher sind zum Stausee Rabenstein gekommen, mit Kind, Kegel und Drachen.

Ein herzförmiger Drachen schwebt im Gegenlicht über einer Wiese.
Wenn das keine Liebeserklärung an das Drachenfest in Chemnitz ist! Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Auch das Drachensfest vor den Toren der Stadt Chemnitz am Stausee Rabenstein hat im vergangenen Jahr coronabedingt pausieren müssen. Das war - neben dem herrlichen Herbstwetter - sicher ein weiterer Grund dafür, dass schon am Sonntagvormittag Tausende Besucher zum Stausee Rabenstein gepilgert waren. Wer es durch den Stau auf der Zufahrtsstraße geschafft hatte, der konnte den Tag ganz entspannt angehen lassen. Denn die die Eissport und Freizeit GmbH, zu der auch der Stausee gehört, hatte sich als Veranstalter auf den Andrang gut vorbereitet. Nur Petrus wollte nicht so recht mitspielen: kein Hauch von Herbststurm weit und breit. Drachensteigen war für die meisten Familien daher eher eine Laufveranstaltung.

Eine große Wiese, auf der viele Familien Drachen steigen lassen.
Strahlendblauer Himmel, aber wenig Wind - da ist auch ein Flugdrachen schneller wieder am Boden, als es den Kindern lieb ist. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Eine junge Familie war mit ihrer dreijährigen Tochter an den Stausee gekommen. "Sie hatte erst vor einer Woche Geburtstag und wir haben ihr den Drachen geschenkt", sagt die Mutter. "Da wäre es natürlich schöner gewesen, wenn wir heute genügend Wind fürs Drachensteigen gehabt hätten." Mit gutem Zureden geht es dann wenigstens ein paar Meter in den Himmel. "Und Spaß haben wir hier trotzdem", ergänzt sie.

Herbst Drachenfest in Chemnitz: Besucheransturm trotz Flaute

Veranstaltungen unter freiem Himmel sind wieder fast ohne Einschränkungen möglich. Drachensteigen mit hunderten anderen Familien gehört in Chemnitz dazu. Das der Wind nicht wehen wollte, hat dabei kaum gestört.

Eine große Wiese, auf der viele Familien Drachen steigen lassen.
Physik zum Anfassen: Kein Wind, keine Luftströmung = kein Auftrieb. Da wendet man sich gelangweilt ab... Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Eine große Wiese, auf der viele Familien Drachen steigen lassen.
Physik zum Anfassen: Kein Wind, keine Luftströmung = kein Auftrieb. Da wendet man sich gelangweilt ab... Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Ein herzförmiger Drachen schwebt über einer Wiese.
Einer hatte ein Herz für Chemnitz und ein glückliches Händchen. Wenigstens für ein paar Minuten schwebte dieser Gruß in den Chemnitzer Himmel. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Eltern und Kinder warten vor einer großen Hüpfburg.
In der Riesenrutsche gab es Dank Gebläse keine Flaute und jede Menge Spaß für die Kinder. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Eine Palme in einem Topf neben einem Sandweg zum Ufer eines Sees.
Ein letzter Hauch von Sommer. Noch einmal konnten es sich die kleinen und großen Gäste in der Sonne gut gehen lassen. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Ein Modellsegelboot fährt auf einem kleinen See.
Die kleinen Windjammer hatten Dank Motorantrieb nichts zu jammern, auch wenn sich kaum ein Lüftchen regte. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Ein Modellsegelboot im Gegenlichtfährt auf einem kleinen See.
Dafür zeigte sich der Stausee im schönstem Adria-Blau. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr steht auf einer Wiese am Ufer eines Sees, daneben sind Kinder.
Die Feuerwehr löschte den Wissensdurst der jungen Besucherinnen und Besucher. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Eltern mit ihren Kindern stehen um ein Kinderkarussel, einige Kinder fahren mit.
Das Karussell ist und bleibt eine Kinderattraktion, auch in Zeiten von Computer, Smartphone und Co. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Drachen schweben im Gegenlicht über einer Wiese.
Jede kleine Brise wurde genutzt, um den Drachen doch noch den Chemnitzer Himmel zu zeigen. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
Ein herzförmiger Drachen schwebt im Gegenlicht über einer Wiese.
Und nach dem Drachenfest ist schließlich vor dem Drachenfest. Im nächsten Jahr weht bestimmt mehr Wind. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich
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Feuerwehr sorgt für Abwechslung

Die freiwilligen Feuerwehren aus Mittelbach und Rabenstein waren mit zwei Löschfahrzeugen zum Stausee gekommen. Wichtiger noch: Sie hatten ihren Nachwuchs dabei, der den anderen Kindern zeigte, wie schwer es ist, mit einem Wasserstrahl zu zielen und was alles auf einem Feuerwehrfahrzeug mitgenommen wird. Hauptfeuerwehrmann Jan Delius aus Mittelbach sieht den "feuchtfröhlichen" Einsatz auch als Werbung für die Feuerwehr. "Neben dem Spaß, den hier alle haben, steht natürlich auch dahinter, dass wir den potentiellen Nachwuchs für die Arbeit bei der Feuerwehr interessieren wollen." An Interesse für die Fohrführungen und Mitmachangebote der Feuerwehr mangelte es am Sonntag nicht.

Eine Gruppe Kinder in Feuerwehruniform steht vor einem Feuerwehrfahrzeug.
Hauptfeuerwehrmann Jan Delius und der Feuerwehrnachwuchs aus Mittelbach und Rabenstein waren für die jungen Besucher im Einsatz. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Schiffsmodelle auf dem Wasser

Dort, wo sich im Sommer die Badegäste abkühlen, war an diesem Tag genügend Platz für Windjammer und Rennboote en miniature. Die Modellboote gehören schon seit Jahren zu den Anziehungspunkten des Drachenfestes. Und den kleinen Seglern macht - dank Hilfsmotor - auch die Flaute am Stausee nichts aus.

Ein Modellsegelboot im Gegenlichtfährt auf einem kleinen See.
Still ruht der See... Die Modellsegelbote hatten mit der Flaute trotzdem keine Probleme. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Wer genug gesehen hatte, konnte die Kinder auf eine Zeitreise schicken. Mehrere klassische Karussells waren dicht umlagert und drehten gut besetzt ihre Runden.

Am Mittag kam dann doch noch ein wenig mehr Wind auf. Das Warten hatte ein Ende und der Himmel über Rabenstein hing zeitweise voller Drachen. Eine junge Familie mühte sich mit ihrem Sohn, um den Drachen in die Luft zu bringen. "Wir genießen das Drachenfest. Man kann noch mal draußen sein, bevor das schlechte Herbstwetter kommt." So wie ihnen ginge es sicher den meisten hier. "Im vergangenen Jahr haben solche Aktivitäten einfach gefehlt." Ein kleiner Trost: In einem Jahr wird es wieder ein Drachenfest in Rabenstein geben. Petrus sollte sich den Tag jetzt schon im Kalender mit "windig" markieren.

Drachen schweben im Gegenlicht über einer Wiese.
Jede kleine Brise wurde genutzt, um die Drachen in die Luft zu bringen. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Quelle: MDR/tfr

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