Ermittlungen Razzia im Raum Chemnitz gegen Kinderpornografie

Seit Wochen laufen in Sachsen Durchsuchungen im Zusammenhang mit Kinderpornografie. Nun wurden Wohnungen von 36 überwiegend deutschen Männern durchsucht. Die Polizei stellte Beweismittel sicher, Festnahmen gab es bislang keine.

Im Kampf gegen Kinderpornografie hat die Polizei in Chemnitz und umliegenden Städten drei Dutzend Wohnungen durchsucht. Gegen 36 Beschuldigte wird wegen des Besitzes, des Erwerbes oder der Verbreitung von Videos und Bildern mit kinderpornografischen Inhalten ermittelt, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte. An den Einsätzen in der vergangenen Woche und am heutigen Mittwoch waren 200 Polizisten beteiligt. Sie fanden in Chemnitz, Zschopau und Freiberg sowie weitere Städte in den Kreisen Mittelsachsen und Erzgebirge statt.

Beweismaterial sichergestellt

Es wurden nach Polizeiangaben Handys, Festplatten, USB-Sticks, SD-Karten, Tablets und Laptops sichergestellt, deren Inhalte nun ausgewertet werden. In einigen Wohnungen wurden auch verbotene Gegenstände wie Messer, Taser sowie Pyrotechnik und pflanzliche Betäubungsmittel entdeckt. Von den Beschuldigten, hauptsächlich deutschen Männern, sei bislang niemand festgenommen worden, hieß es von der Polizei. Sie sollen aus dem sogenannten Darknet, einem geschlossenen Bereich des Internets, Kinderpornos heruntergeladen beziehungsweise dort verbreitet haben. Die Videos zeigten schwere sexuelle Missbräuche von Kindern bis hin ins Säuglingsalter, hieß es.

Vorige Woche Ermittlungen der Dresdner Polizei

Erst vorige Woche hatten Ermittler in Dresden die vierte Großrazzia gegen Kinderpornographie binnen eines Jahres durchgeführt.

MDR (lam)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 26. Januar 2022 | 15:30 Uhr

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