Gewaltverbrechen in Mittelbach Staatsanwaltschaft Chemnitz: Mann tötete drei Personen und dann sich selbst

Ein Gewaltverbrechen im Chemnitzer Ortsteil Mittelbach hat am Montag Sachsen erschüttert. Die Polizei fand nach einem Hinweis vier Tote in einem Haus. Inzwischen kommt etwas Licht ins Dunkel, einer der Personen soll der Täter sein. Hintergrund des Verbrechens könnten einem Medienbericht zufolge die Besitzverhältnisse in dem Haus sein.

Männer tragen weiße Schutzanzüge
Die Kriminalpolizei sichert Spuren an dem Zweifamilienhaus in Chemnitz-Mittelbach. Bildrechte: MDR/haertelpress

Nach dem Fund von vier Toten in einem Zweifamilienhaus im Chemnitzer Ortsteil Mittelbach sind weitere Details des Falls bekannt geworden. Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein sagte MDR SACHSEN, die Ermittler gingen derzeit davon aus, dass eine der beiden männlichen Personen die drei anderen mit einer Pistole erschossen und sich anschließend selbst getötet hat. "Anhaltspunkte dafür, dass weitere Täter beteiligt waren, gibt es bislang nicht."

Pistole illegal im Besitz des mutmaßlichen Täters

Die Tatwaffe habe sich illegal im Besitz einer der Personen befunden. "Es steht fest, dass es sich um eine Pistole gehandelt hat, die wir jetzt kriminaltechnisch untersuchen."

Anhaltspunkte dafür, dass sich weitere Täter beteiligt waren, gibt es bislang nicht.

Wolfgang Klein Oberstaatsanwalt Chemnitz

Die Hintergründe der Tat seien noch unklar, ebenso wie das Verhältnis der vier Personen zueinander, sagte Klein weiter. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll bei den jüngeren Opfern ein Kind gelebt haben, das in Sicherheit gebracht wurde. Angaben dazu machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Konflikte um Hausbesitz Hintergrund der Tat?

Die Toten - zwei Männer (32 und 72 Jahre alt) und zwei Frauen (34 und 69 Jahre alt) - waren am späten Montagabend von der Polizei nach einem Hinweis in einem Wohnhaus im Chemnitzer Ortsteil Mittelbach gefunden worden. Alle vier haben den Angaben nach in dem Haus gewohnt. In welchem Verhältnis sie zueinander standen, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Nach Informationen der "Freien Presse" könnten die Besitzverhältnisse in dem Haus mit dem Gewaltverbrechen in Zusammenhang stehen. Demnach sollen die älteren Bewohner das Haus an die jüngeren verkauft haben. Dadurch sei es zu Konflikten zwischen den Parteien gekommen.

Hinweis Wenn Sie Sorge haben, dass Sie unter Depressionen leiden oder Selbstmordgedanken hegen, sprechen Sie mit Angehörigen oder Freunden und kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-1110111oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

MDR (kb)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 20. April 2022 | 22:00 Uhr

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