Schienenverkehr Sachsen finanziert Planung für zweigleisigen Bahnausbau zwischen Chemnitz und Leipzig

Seit Jahren kämpft Chemnitz um den Ausbau der Eisenbahnstrecke nach Leipzig. Dort verkehren auf einer weitgehend eingleisigen Strecke restaurierte Reichsbahnzüge. Sachsen unterstützt nun Planungen für den zweigleisigen Ausbau.

Ein Zug fährt 2015 über das Bahrebachmühlenviadukt.
Noch ist die Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig auf nur wenigen Kilometern zweigleisig ausgebaut. Bildrechte: dpa

Sachsen wird 3,8 Millionen Euro für die Planungen zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig bereitstellen. Wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag MDR SACHSEN sagte, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit der Deutschen Bahn unterzeichnet. Der Bund unterstütze zwar mit Strukturfördermitteln die Elektrifizierung der vorhandenen Strecke. Das allein reiche aber nicht aus, so Dulig

Damit Chemnitz endlich wieder an den Fernverkehr angebunden wird, müssen wir die Strecken elektrifizieren. Und damit es auch einen effektiven Fernverkehr gibt, brauchen wir natürlich auch zwei Gleise.

Martin Dulig Wirtschaftsminister Sachsen

Die wichtigste Anbindung ginge über den Norden, über Leipzig, erklärte Sachsens Wirtschaftsminister weiter. "Und deshalb ist es so zentral, dass wir die Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig jetzt zweigleisig ausbauen und elektrifizieren, damit dort die meisten Anbindungen organisiert werden können und Chemnitz endlich Fernverkehr hat."

Mit dem Göhrener Viadukt überquert die Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz die Zwickauer Mulde.
Auch auf dem Göhrener Viadukt zwischen Narsdorf und Burgstädt verläuft die Strecke nur eingleisig. Bildrechte: dpa

Dabei räumte Dulig ein, dass die Fertigstellung ein Langzeitprojekt sei. Chemnitz solle aber schon bis zum Kulturhauptstadtjahr eine Fernzuganbindung über die vorhandenen Strecken erhalten. Auf die entsprechende Ausschreibung hin hätten sich bereits mehrere Interessenten gemeldet, sagte der Wirtschaftsminister MDR SACHSEN. Geplant ist eine Direktverbindung zwischen Chemnitz und Berlin ab dem Herbst.

Chemnitzer Oberbürgermeister: sinnvolle Entscheidung

Oberbürgermeister Sven Schulze ist froh, dass es mit dem Ausbau der Strecke nach Leipzig auf der Planungsebene weitergeht. "Diese Planung ist der erste Schritt, um wirklich von Chemnitz bis Leipzig eine zweigleisige, elektrifizierte Strecke zu haben." Das sei unbedingt notwendig, um eine engere Zugtaktung zu erreichen, die Bahn attraktiver zu machen und Chemnitz als drittgrößte sächsische Stadt sinnvoll an den Verkehrsknoten Leipzig anzubinden. "Darum ist diese Entscheidung aus ökologischen und aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll", sagte Schulze.

Quelle: MDR/tfr/mina

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 17. September 2021 | 13:30 Uhr

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