Friedenstag Chemnitz erinnert an Luftangriffe vor 76 Jahren

Bunte Banner hängen am Chemnitzer Rathaus
Neben den Bannern am Chemnitzer Rathaus werden auch an der Galerie Roter Turm, im Foyer der Stadthalle, an der Oper und in der Jakobi-Kirche weitere zu sehen sein. Bildrechte: Stadt Chemnitz

Mit Ausstellungen, Zeitzeugenberichten und einem Gottesdienst wird am Freitag in Chemnitz an die Zerstörung der Stadt bei Luftangriffen vor 76 Jahren erinnert. Wie die Stadt mitteilte, findet das Gedenken wegen der Corona-Beschränkungen in diesem Jahr in veränderter Form statt.

Gottesdienst via Livestream

Der Gottesdienst in der Jacobikirche werde via Livestream im Internet übertragen. Zuvor soll es im Regionalfernsehen eine zweistündige Sondersendung mit Interviews, Filmen und Dokumentationen geben. Gezeigt wird der Film "Der ewige März", der die Geschichten von vier Chemnitzern erzählt, die den Zweiten Weltkrieg und die Bombardierung am 5. März 1945 erlebt haben. Bereits am Vormittag gibt es den Angaben zufolge einen zentralen Festakt auf dem städtischen Friedhof - allerdings nur mit begrenzter Teilnehmerzahl. Tagsüber können die Bürgerinnen und Bürger auf dem Neumarkt ihre Friedenswünsche hinterlassen.

OB Schulze: "Jeden Tag für Frieden einstehen"

"Die Zeitzeugen haben als Kinder erleben müssen, was Krieg und Bombenangriff bedeuten", erklärte Oberbürgermeister Sven Schulze. "Sie haben Ängste ausgestanden und Verluste erlebt, die wir uns heute kaum vorstellen können." Er sei froh, dass die Kriegskinder von damals so offen ihre Geschichten erzählt haben. "Sie alle machen uns deutlich, wie wertvoll es ist, in Frieden zu leben und dass wir dafür jeden Tag einstehen müssen", so Schulze weiter.

Chemnitz war am 5. März 1945 bei Luftangriffen der Alliierten schwer zerstört worden. 2.100 Menschen kamen an diesem Tag ums Leben gekommen.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.03.2021 | 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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