Biokraftstoff Chemieanlagenbau Chemnitz baut Raffinerie in Österreich um

Blick auf eine große Chemieanlage. Ein Autokran in der Bildmitte hebt ein Autokran Teile in die Höhe
Der österreichische Mineralölkonzern OMV investiert 200 Millionen Euro in den Umbau seiner Raffinerie. Bildrechte: OMV Aktiengesellschaft

Die Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH (CAC) baut für den österreichischen Gas- und Ölkonzern OMV eine Biokraftstoffanlage in Schwechat südlich von Wien. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, erhielt CAC die Gesamtverantwortung für den Bau der Anlage. Demnach wird die Raffinerie eine der ersten in Europa sein, in der großtechnisch aus flüssiger Biomasse Co2-neutraler Diesel hergestellt wird. Jörg Engelmann, einer der Geschäftsführer des CAC lobt den Bau als Schritt zu nachhaltiger Mobilität. "Nur mit Technologieoffenheit können wir schnell und nachhaltig unser Klima schützen."

Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH Die Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH gehört zu den traditionsreichsten Unternehmen der Stadt. Der Grundstein für das Unternehmen wurde bereits 1811 gelegt. Damals gründete der Handwerker Johann Samuel Schwalbe eine Maschinenbau-Manufaktur in Chemnitz/Sachsen, aus welcher die bekannte Maschinenfabrik "Germania" hervorging.

Heute beschäftigt das Unternehmen rund 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, 270 davon in Chemnitz, und ist weltweit tätig.

200 Millionen Euro Investitionsvolumen

OMV investiert in den Umbau der Anlage in Schwechat 200 Millionen Euro. Der Konzern folgt damit den EU-Anforderungen, nachdem Biokraftstoffe entlang der gesamten Lieferkette strenge ökologische und soziale Kriterien erfüllen müssen.

Chemieanlagenbau Chemnitz
Die Gesamtverantwortung für den Umbau der Anlage in Schwechat liegt beim Chemnitzer Chemieanlagenbau. Bildrechte: Chemieanlagenbau Chemnitz

Einsparung von fossilem Kohlendioxid

Im Betrieb soll die Biokraftstoffanlage bis zu 360.000 Tonnen fossiles Kohlendioxid durch das hydrierte Pflanzenöl eingsparen. Dies entspricht den jährlichen Emissionen von etwa 200.000 Pkw bei ca. 12.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr. Zudem sollen neben Pflanzenölen auch abfallbasierte Öle wie Altspeiseöl verarbeitet werden können. Nach Schätzungen von OMV wird sich der Bedarf an hydrierten Biokraftstoffen bis 2030 verzehnfachen.

Quelle: MDR/tfr

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