Amtsgericht Chemnitz Im September Prozessauftakt zum Angriff auf jüdisches Restaurant in Chemnitz

Für den Prozess um den Angriff auf das jüdische Restaurant Schalom in Chemnitz gibt es einen neuen Termin. Er soll nun am 8. September am Amtsgericht Chemnitz beginnen. Ursprünglich sollte bereits Anfang Juli verhandelt werden. Weil die Generalstaatsanwaltschaft neue Beweise vorgelegt hatte, wurde der Prozess verschoben. Der Verteidigung sollte zunächst Akteneinsicht gewährt werden.

Angeklagt ist ein 30 Jahre alter Mann aus Niedersachsen, dem gefährliche Körperverletzung und Landfriedensbruch sowie Sachbeschädigung vorgeworfen werden. Er soll Ende August 2018 aus einer Gruppe heraus Pflastersteine gegen das jüdische Restaurant geworfen haben. Der Wirt wurde an der rechten Schulter getroffen, am Gebäude entstand Sachschaden.

Ausschreitungen 2018 in Chemnitz

Die Tat stand im Zusammenhang mit den Ausschreitungen nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Deutschen durch einen Asylbewerber am Rande des Chemnitzer Stadtfestes. Daraufhin waren innerhalb kürzester Zeit über soziale Medien bundesweit Rechtsextreme mobilisiert worden. Der Angriff auf das jüdische Restaurant sorgte für Erschütterung.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten im Studio Chemnitz | 02. August 2021 | 17:30 Uhr

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