Internationales Verbrechen Fünf Haftbefehle bei Razzien in Chemnitz und Limbach-Oberfrohna vollstreckt

Am Montag sind in Chemnitz und Limbach-Oberfrohna insgesamt 13 Gebäude vom Landeskriminalamt Sachsen durchsucht worden. Die Razzien waren Teil einer international abgestimmten Aktion gegen das organisierte Verbrechen.

Polizisten betreten eine Villa. Bei Ermittlungen gegen Clankriminalität durchsuchten Spezialkräfte der Polizei rund 30 Objekte in Nordrhein-Westfalen.
In Sachsen wurden im Rahmen von internationalen Razzien gegen Organisiertes Verbrechen Gebäude in Chemnitz und Limbach-Oberfrohna durchsucht. (Bild von der Razzia in Nordrhein-Westfalen) Bildrechte: dpa

Im Rahmen einer international konzertierten Aktion gegen das Organisierte Verbrechen hat es am Montag auch in Sachsen Razzien und Festnahmen gegeben. Wie das Landeskriminalamt Sachsen mitteilte, durchsuchten die Ermittler im Stadtgebiet von Chemnitz zwölf Objekte, ein weiteres in Limbach-Oberfrohna. Insgesamt seien fünf Haftbefehle vollstreckt worden.

Die Beschuldigten stammen demnach aus Deutschland, Russland, Moldawien und der Türkei und sind zwischen 19 und 25 Jahre alt. Sie stehen im Verdacht, bandenmäßig mit Drogen gehandelt zu haben. Dabei sollen sie über verschlüsselte Kanäle, sogenannte Kryptonetzwerke, kommuniziert haben.

Bargeld und Betäubungsmittel sichergestellt

Bei den Durchsuchungen wurden mehr als 20.000 Euro Bargeld und mehrere Kilogramm Betäubungsmittel (fünf Kilogramm Marihuana, ein Kilogramm Methamphetamin) sichergestellt. Außerdem sicherten die Einsatzkräfte Datenträger und PC-Technik, zehn Handys, davon fünf Krypto-Handys zur verschlüsselten Kommunikation, sowie zwei Kraftfahrzeuge. Das Landeskriminalamt Sachsen war insgesamt mit mehr als 300 eigenen und unterstellten Kräften im Einsatz.

Krypto-Handys Bei Krypto-Handys handelt es sich um zumeist speziell präparierte Smartphones, auf denen ausschließlich eine spezielle App zur verschlüsselten Kommunikation mit anderen Krypto-Handys des gleichen Anbieters installiert ist, unter anderem um die entsprechende Kommunikation abhörsicher zu machen und sich damit einer möglichen Strafverfolgung zu entziehen. Landeskriminalamt Sachsen

Mehr als 70 Festnahmen in ganz Deutschland

Am Montag konnten in einem bundesweit koordinierten Verfahren mehr als 150 Objekte durchsucht und mehr als 70 Personen festgenommen werden. Der Schwerpunkt der Strafverfolgung lag dabei in Hessen. Die Durchsuchungen waren Teil eines von Europol international koordinierten Vorgehens von Behörden in insgesamt 15 Ländern.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 08. Juni 2021 | 18:30 Uhr

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