Kabinettssitzung Sachsens Finanzierung für Kulturhauptstadt Chemnitz steht - Beauftragter ernannt

In der heutigen Kabinettssitzung hat der Freistaat Sachsen beschlossen, mit welcher Summe er die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 unterstützen will. Diese zweistellige Millionensumme wird ergänzt mit Geldern aus Berlin und Mitteln aus dem Chemitzer Haushalt. Außerdem wurde der Beauftragte für das Kulturhauptstadtjahr benannt.

Kulturhauptstadt
Das Kabinett hat am Dienstag beschlossen, für die Finanzierung der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 einen sächsischen Anteil von 20 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Freistaat Sachsen hat am Dienstag in der Kabinettssitzung offiziell beschlossen, für die Finanzierung der Kulturhauptstadtprojekte in Chemnitz 20 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Auch der Bund sagte finanzielle Unterstützung zu - und zwar bis zu 25 Millionen Euro. Rund 21 Millionen Euro kommen von der Stadt Chemnitz selbst.

Zweistelliger Millionenbetrag für Kulturhauptstadtjahr

Es gehe darum, mit den 66 Millionen Euro die wesentlichen Inhalte aus dem Bid Book umzusetzen, sagte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch. "Es geht um investive und um kulturelle Maßnahmen, nicht nur für die Stadt Chemnitz selber, sondern auch für die Region", so Klepsch.

Die Kulturhauptstadt Chemnitz besitzt nicht nur kulturpolitische Relevanz, sondern erzeugt für die gesamte Region wirtschaftlichen und strukturpolitischen Schwung.

Barbara Klepsch Kulturministerin von Sachsen

Am kommenden Freitag soll das Finanzierungsabkommen in Chemnitz unterzeichnet werden. Die Vereinbarung regelt die Verwendung der Gelder für die Umsetzung von Projekten und Planungen im Rahmen der Kulturhauptstadt 2025 in den kommenden Jahren. Weiterhin wird vereinbart, dass die Stadt Chemnitz den Bund und den Freistaat regelmäßig über den Fortschritt der Planungen mit einem Bericht informiert.

Beauftragter für Kulturhauptstadt 2025 ernannt

Zudem hat das Kabinett einen Beauftragten für die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 benannt. Die Aufgabe übernimmt der Jurist Thomas Popp aus dem Kulturministerium. Der "Staatssekretär für Digitale Verwaltung und Verwaltungsmodernisierung" soll als Koordinator zwischen den regionalen Akteuren und Akteurinnen und der Landesregierung fungieren. "Die Aufgaben werden auf viele Schultern verteilt sein: Verkehr, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Umweltprojekte werden Teil dieses Großprojektes werden", sagte Popp. "Dafür will ich die Fäden innerhalb der Staatsregierung knüpfen und die Akteure zwischen den Ressorts vernetzen."

Der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze zeigte sich erfreut über die Beschlüsse: "Die Entscheidungen des Kabinetts zur Finanzierungsvereinbarung bringen uns Sicherheit und Verlässlichkeit für unsere Planungen und das ist ein tolles Signal der Unterstützung auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025", sagte er. Außerdem freue er sich, dass mit der Ernennung von Popp ein hochrangiger Ansprechpartner für die Belange der Kulturhauptstadt zur Verfügung stehe.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 22. Juni 2021 | 13:30 Uhr

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