EU-Geld TU Chemnitz erhält Millionen für Wasserstoff-Forschung

Technische Universität Chemnitz
Die Technische Universität Chemnitz erhält 6 Millionen Euro für die Brennstoffzellen-Forschung. Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Die Technische Universität Chemnitz erhält sechs Millionen Euro Fördermittel für die Erforschung des Energieträgers Wasserstoff. Weitere zwei Millionen erhält das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) sieht darin eine Stärkung des Wissenschaftsstandortes Chemnitz: "Mithilfe neuer Geräte wird die Leistungsfähigkeit der TU Chemnitz und des Fraunhofer IWU weiter erhöht und auch die hier vorhandene Exzellenz in der Wasserstoffforschung gestärkt."

Ziel der Forschung beider Einrichtungen soll die klimaneutrale Fabrik sein. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der TU Chemnitz entwickeln Brennstoffzellenkomponenten und -systeme, die Wasserstoff als Antrieb für verschiedenste Anwendungen nutzbar machen sollen. Das Fraunhofer IWU forscht daran, den CO2-Ausstoß von Industrieanlagen zu verringern. Wasserstoff gilt dabei als sauberer Energielieferant und -speicher.

Ein Brennstoffzellenprüfstand.
Die TU Chemnitz forscht an Brennstoffzellensystemen. Bildrechte: Jacob Müller

Quelle: MDR/tfr/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.12.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

2 Kommentare

Dynamitharry vor 27 Wochen

Leider ist das wieder nur ein Paradebeispiel dafür, durch Vorgabe von Schlagworten (Wasserstoff, CO2 Reduktion, regional) an Gelder eines Fördertopfes zu gelangen.
Es wird nicht geprüft, ob das geplante Vorhaben aus ganzheitlicher, ingenierstechnischer Sicht sinnvoll ist.
Es ist erwiesenermaßen energetisch unsinnig, Wasserstoff als kleinstes und leichtestes Element in Tanks lagern zu wollen. Besser wäre es, die Erzeugung und den Verbrauch/Umsatz zu koppeln.
Staatliche Forschung dient mittlerweile immer mehr der Profilierung der Antragsteller und dem Abgreifen von Fördermitteln.
Was am Ende eines solchen Projektes herauskommt, ist oftmals zweitrangig.
Einfach mal im www recherchieren, wo die Protagonisten des Projektes involviert waren/sind.

andreas1058 vor 27 Wochen

Erfreulich für die TU Chemnitz. Der Anfang ist gemacht. Doch mich beschleicht das Gefühl, dass es sich hier wieder nur um eine "Alibi-Finanzierung" handelt, denn bei diesem existentiell wichtigen Thema ist eine spürbar stärkere Unterstützung erforderlich. Wissenschaftler und Ingenieure warten ungeduldig auf eine deutliche Rückendeckung politisch Verantwortlicher und um verlässliche Perspektiven gerade von jungen Akademikern. Doch außer schönen Sonntagsreden, kommt viel zu wenig in Chemnitz an. Schade.

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