Olympiastützpunkt Vereinspräsident lehnt Entlassung von Chemnitzer Turn-Trainerin Frehse ab

Der Vereinspräsident der TuS Chemnitz-Altendorf, Franz Munzer, hat den Deutschen Turner-Bund (DTB) für seine Aufarbeitung der Vorkommnisse am Olympiastützpunkt Sachsen kritisiert. Zudem sprach er sich gegen die vom DTB geforderte Entlassung der Chemnitzer Trainerin Gabriele Frehse aus. "Ein völlig überforderter Deutscher Turner-Bund, der glaubt, mit einem Bauernopfer Frehse wieder für Ruhe im Laden zu sorgen! Dies wird so nicht passieren", sagte Munzer dem Turn-Portal "gymmedia.de" am Montag.

Untersuchungen "zweifelhaft"

Die Chemnitzer Vertreter hätten demnach im Gespräch mit dem DTB deutlich gemacht, dass sie das Ergebnis der vom DTB beauftragten Untersuchung nicht anerkennen würden. Zudem werde der Verein nicht zulassen, dass Frehse "wie eine Aussätzige vom Hof gejagt wird", so Munzer. Die Untersuchung durch eine Frankfurter Kanzlei bezeichnete er als "zweifelhaft".

DTB fordert Entlassung

Der DTB hatte am Freitag mitgeteilt, er halte nach dem Bericht einer unabhängigen Kanzlei "schwerwiegende Pflichtverletzungen" von Frehse für erwiesen. In einer Stellungnahme hatte der Verband die Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Trainerin durch den Olympiastützpunkt Sachsen gefordert. Ex-Weltmeisterin Pauline Schäfer und weitere Turnerinnen hatten Frehse vorgeworfen, sie im Training schikaniert, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben. Frehse bestritt dies.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.01.2021 | 14:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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