Neues Stadtoberhaupt gesucht Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz

Beim ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz hat niemand die erforderliche absolute Mehrheit erzielt. Wer Barbara Ludwigs Nachfolge antritt, entscheidet sich nun am 11. Oktober. Hier finden Sie alle Infos vom ersten Wahltag und die Ergebnisse.

Altes und Neues Rathaus in Chemnitz
Bildrechte: imago images/Rainer Weisflog

Das Wahlergebnis

Die Kandidatinnen und Kandidaten

Für die Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz am 20. September gab es neun Kandidaten. Es stellten sich zwei Frauen und sieben Männer zur Wahl. Für den zweiten Wahlgang treten zwei Frauen und drei Männer an. Vier Bewerber haben ihre Kandidatur zurückgezogen.

Fragen und Antworten zur Bürgermeisterwahl

Wie lang ist die Amtszeit eines Bürgermeisters in Sachsen?

Bürgermeister bzw. Bürgermeisterinnen werden in Sachsen für sieben Jahre in ihr Amt gewählt.

Wie wird ein Bürgermeister in Sachsen gewählt?

Die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen wählen in einer allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl eine Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister. Alle Wahlberechtigten haben je eine Stimme. Die Wahl gewinnt, wer die absolute Mehrheit auf sich vereint. Das heißt, dass mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen benötigt wird. Schafft das niemand, findet ein zweiter Wahlgang statt. Dieses Mal reicht die relative Mehrheit für einen Wahlsieg. Es gewinnt, wer die meisten gültigen Stimmen bekommt.

Wer kann in Sachsen Bürgermeister werden?

Um zur hauptamtlichen Bürgermeisterin oder zum Bürgermeister in Sachsen gewählt werden zu können, muss eine Personen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie muss im Sinne von Artikel 116 des Grundgesetzes deutsch sein oder einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union angehören.
  • Sie muss zwischen 18 und 65 Jahren alt sein.
  • Sie muss die allgemeinen persönlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllen. Das heißt, sie darf beispielsweise nicht gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder der Rechtsstaatlichkeit verstoßen haben oder für das frühere Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet haben.
  • Sie darf nach Paragraf 49 Absatz 2 der Sächsischen Gemeindeordnung (SächsGemO) nicht von der Wählbarkeit ausgeschlossen sein, z. B. weil sie aus dem Beamtenverhältnis entfernt wurde oder weil sie in den letzten fünf Jahren rechtskräftig zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.

Welche Aufgaben hat ein Bürgermeister in Sachsen?

Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister ist in Sachsen die beziehungsweise der Vorsitzende des Gemeinderats und leitet die Gemeindeverwaltung. Er oder sie vertritt die Gemeinde und regelt deren innere Organisation. Die Person ist außerdem der Vorgesetzte, Dienstvorgesetzte und oberste Dienstbehörde der Gemeindebediensteten. In Großen Kreisstädten sowie in kreisfreien Städten heißt das Stadtoberhaupt Oberbürgermeister.

Quelle: MDR/Statistisches Landesamt/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 20.09.2020 | 19:00 Uhr

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