Großeinsatz Kellerbrand in Döbeln: Betroffene müssen in Notunterkünfte

Nach einem Kellerbrand in Döbeln können mehrere Wohnungen vorerst nicht mehr genutzt werden. Betroffene Mieter wurden in Gästewohnungen und eine Turnhalle gebracht. Etliche benötigten medizinische Betreuung. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.

Ein Feuerwehrmann steht vor einem Haus, aus den Kellerfenstern zieht Ruß.
Durch den Kellerbrand in Döbeln sind mehrere Wohnungen zur Zeit nicht nutzbar. Bildrechte: Lausitznews.de

Mehr als ein Dutzend Menschen sind nach einem Kellerbrand in Döbeln vom Rettungsdienst behandelt worden. Einige wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Wie Feuerwehr-Einsatzleiter Heiko Hentzschel vor Ort sagte, waren die Einsatzkräfte am späten Sonntagnachmittag zu dem Wohnblock gerufen worden, weil Rauch aus dem Keller ins Haus dran. Was genau brannte und wie hoch der Sachschaden ist, ließen die Feuerwehr sowie die Polizei zunächst offen. Strom und Medienanschlüsse wurden durch das Feuer so stark beschädigt, dass Wohnungen in drei Aufgängen des Wohnhauses vor der Versorgung getrennt werden mussten.

DRK versorgt Betroffene

Laut Reporterangaben vor Ort hat der Vermieter Gästewohnungen organsiert. Einige Betroffene mussten in einer Turnhalle übernachten und wurden vom DRK versorgt. Mehrere Wohneinheiten sind laut Vermieter zurzeit nicht bewohnbar. Der stellvertretende Oberbürgermeister von Döbeln, Thomas Hanns, sagte MDR SACHSEN: "Es hat sich herausgestellt, dass die Notunterkunft von wenigen Leuten in Anspruch genommen werden musste. Alle Betroffenen sind bei Verwandten und Bekannten untergekommen."

Laut Hanns könne man den entstandenen Schaden noch nicht abschätzen. "Wir müssen abwarten, was die Ursachenermittler der Polizei feststellen und nach der Freigabe wird sich der Vermieter dann um die Schäden kümmern und sie schnellstmöglichst beheben", so Hanns.

Vor knapp einem Jahr, am 10. September 2020, brannte nur wenige hundert Meter weiter ein Wohnquartier speziell für behinderte und ältere Personen. Nach Erkenntnissen der Polizei soll der Brand dort gelegt worden sein. Ein Täter konnte noch nicht ermittelt werden.

Quelle: MDR/lam/Lausitznews

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