Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
SachsenSachsen-AnhaltThüringenDeutschlandWeltRatgeber
Augustusburg will mit Schnelltests und digitaler Nachverfolgung einen Modellversuch zu Öffnungen von Gastronomie und Handel durchführen. Bildrechte: dpa

Pilotprojekt

In Augustusburg wird der negative Schnelltest zur Eintrittskarte in Läden, Restaurants und Hotels

Stand: 01. März 2021, 15:31 Uhr

In Augustusburg entsteht in dieser Woche im Rahmen eines Pilotprojekts ein Schnelltestzentrum. Am Montagvormittag wurden dafür Container auf dem Gelände von "Rosts Wiesn" aufgestellt. Dort erhält jeder Bürger mit einem negativen Schnelltest eine digitale Eintrittskarte, die drei Tage gültig ist und danach mit einem weiteren Schnelltest erneuert werden kann. Mit dieser Eintrittskarte kann er dann Geschäfte und Gaststätten besuchen, natürlich unter Einhaltung von Hygienekonzepten. Das Pilotprojekt soll zeigen, wie eine Region mit Corona-Schnelltests und digitaler Besucherkarte Gastronomie, Läden und Hotels wieder öffnen könnte.

"Ich gehe davon aus, dass wir spätestens in der zweiten Märzwoche mit den Tests starten können", sagt Dirk Neubauer, Bürgermeister der Stadt. Am Dienstag soll bereits die Schnelltestschulung für das Personal vom DRK durchgeführt werden. Wann die Augustusburger mit ihrer digitalen Eintrittskarte in Läden oder Restaurants gehen können, ist derzeit unklar.

Dirk Neubauer, Bürgermeister von Augustusburg, möchte spätestens in der zweiten Märzwoche mit den Schnelltests beginnen. Bildrechte: Dirk Neubauer

Sachsen stellt kostenfreie Tests zur Verfügung

Das Restrisiko sei durch die digitale Nachverfolgung und das flächendeckende Schnelltestsystem gering, so Neubauer. "Da ist das Risiko, sich in einem Supermarkt anzustecken, wahrscheinlich höher", sagt er. Der Freistaat Sachsen stellt Augustusburg kostenfreie Schnelltests zur Verfügung. Für die Finanzierung des Personals hat der Stadtrat in der letzten Woche eine Extraausgabe von 10.000 Euro beschlossen.

Sächsisches Sozialministerium prüft Rahmenbedingungen

In Oberwiesenthal gibt es ähnliche Ideen wie in Augustusburg. Man arbeite eng zusammen, so Neubauer. "Es ist quasi ein Kooperationsprojekt." Auch mit der Dehoga gebe es einen regen Austausch und Absprachen zum Projekt. "Wir sehen uns als Sprachrohr, um die Ideen der Unternehmer in die politische Diskussion einzubringen", sagt Axel Klein, Hauptgeschäftsführer der Dehoga Sachsen. Er glaubt, dass die Bereitschaft für Tests in der Bevölkerung gegeben sei, wenn es im Gegenzug Öffnungsmöglichkeiten gebe.

Das sächsische Sozialministerium steht den Plänen, Modelltest-Regionen in Oberwiesenthal und Augustusburg einzurichten, positiv gegenüber. Das Ministerium teilte auf Anfrage von MDR SACHSEN mit: "Wir begrüßen das Projekt und sind im Austausch mit den Partnern. Wir prüfen, wie wir Unterstützung anbieten können." Unter anderem plant das Ministerium "eine Änderung der Corona-Schutzverordnung, um solche Feldversuche zu ermöglichen." Derzeit würden Juristen die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Modellversuch in Augustusburg prüfen, so Neubauer.

Quelle: MDR/al/igr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSENMDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.03.2021 | 14:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

Kommentare

Laden ...
Alles anzeigen
Alles anzeigen

Mehr aus Flöha und Hainichen

Inhalte werden geladen ...
Keine weiteren Inhalte vorhanden.
Alles anzeigen

Mehr aus Sachsen

Inhalte werden geladen ...
Keine weiteren Inhalte vorhanden.
Alles anzeigen