Energiekrise Bürgermeister aus Mittelsachsen schreiben Brandbrief an Bundeswirtschaftsminister

Das gestellte Symboldbild zeigt auseinander gezogene Elektrostecker auf Euro-Scheinen
Sechs Bürgermeister aus Mittelsachsen haben sich mit einem offenen Brief an den Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gewandt. Bildrechte: dpa

Sechs Bürgermeister aus dem Landkreis Mittelsachsen haben sich mit einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gewandt. Darin berichten sie von den Sorgen und Existenzängsten der Bürger und Unternehmen in der ländlichen Region. Es geht um die steigenden Lebenshaltungs- und Produktionskosten, Materialengpässe und mögliche Insolvenzen von kleinen und mittelständischen Unternehmen.

"Das Hauptanliegen von uns Bürgermeistern ist, die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Situation unserer Bürger und Unternehmen zu richten", sagt Andreas Graf, Bürgermeister von Lichtenau. "Wir haben den Eindruck, dass das noch nicht in ausreichendem Maße angekommen ist, was die aktuellen Preisentwicklungen perspektivisch für uns alle bedeuten." Mögliche Firmeninsolvenzen würden zum Beispiel für die Kommunen geringere Einnahmen bei den Gewerbesteuern bedeuten.

Kommunen fordern Bund auf, alle Möglichkeiten der Energiegewinnung zu nutzen

Gleichzeitig fordern die Bürgermeister, dass der Bund alle Möglichkeiten der Energiegewinnung im eigenen Land ohne Vorbehalte nutze und der Strompreisexplosion entgegenwirke. "Alles, was Strom erzeugt, muss im Moment in Betracht gezogen werden", so Graf. Zudem bedürften die Kraftstoffpreise einer dringenden Regulierung, damit Menschen im ländlichen Raum ohne dichtes Netz des öffentlichen Nahverkehrs mobil bleiben können. "Uns war wichtig aufzuzeigen, dass die Menschen im ländlichen Raum auf die Autos angewiesen sind", sagt Graf. Unterzeichner des Briefs sind die Bürgermeister von Penig, Lichtenau, Lunzenau, Hartha, Taura und Hartmannsdorf.

MDR (ali)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 21. September 2022 | 10:30 Uhr

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