Namensverleihung Garnisonsstadt Frankenberg heißt auch wieder so

Die Stadt Frankenberg wird in Zukunft die "sonstige Bezeichnung" Garnisonsstadt führen. Der Namenszusatz wird in Sachsen auf Antrag verliehen, wenn er eine besondere Bedeutung für die Gemeinde hat. Das Militär hat ein solche besondere Bedeutung für Frankenberg, weil in der Stadt nachweislich seit dem Jahr 1755 Soldaten stationiert sind.

Auf einem Ortseingangsschild auf einer Staffelei steht "Garnisonsstadt Frankenberg/Sa., Kreis Mittelsachsen.
In Zukunft tragen die Ortsschilder der Stadt Frankenberg den Namenszusatz "Garnisonsstadt". Bildrechte: MDR/Nora Kilényi

Frankenberg hat am Montag den offiziellen Namenszusatz "Garnisonsstadt" erhalten. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) enthüllten vorerst symbolisch das erste von 22 Ortsschildern, die in Zukunft auf die besondere Bedeutung des Militärs für Frankenberg verweisen. Der Stadtrat hatte den Beschluss zum Antrag beim Sächsischen Innenministerium im Februar nach kontroverser Diskussion mit Zweidrittelmehrheit gefasst.

Frankenberg kann Namenszusatz nutzen

Die Anregung kam von Bürgermeister Thomas Firmenich. "Die Bundeswehr ist da. Es gibt Kritiker, die sich eine andere Sicherheits- und Verteidigungspolitik wünschen. Aber ich denke, man soll auch froh und dankbar sein, dass wir die Bundeswehr haben und dass sie uns nach außen schützt."

Der Namenszusatz wird in der Sächsischen Gemeindeordnung als "sonstige Bezeichnung" geführt. Mit der Verleihung darf sie auf Ortschildern, Briefköpfen und anderen Veröffentlichungen genutzt werden.

Sonstige Bezeichnung als Teil des Gemeindenamens - Nach der Sächsischen Gemeindeordnung kann das Innenmisterium auf Antrag entweder für die gesamte Gemeinde oder für einen bewohnten Gemeindeteil eine "sonstige Bezeichnung" verleihen, wenn die auf Geschichte, heutiger Eigenart oder Bedeutung für die Gemeinde beruht. Dafür muss es herausragende Gründe geben, die für die Verleihung einer "sonstigen Bezeichnung" sprechen.
- In Sachsen sind bisher drei dieser Bezeichnungen verliehen worden. Der Stadt Freiberg wurde die sonstige Bezeichnung "Universitätsstadt" verliehen, Mittweida ist "Hochschulstadt" und Frankenberg nun "Garnisonsstadt". www.kommunale-verwalung.sachsen.de

Eine Frau und ein Mann halten ein Tuch an einer Staffelei.
Symbolisch wurde das erste von insgesamt 22 Ortsschildern von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem Frankenberger Bürgermeister Thomas Firmenich enthüllt.
Bildrechte: MDR/Nora Kilényi

Frankenberg fühlt sich Soldatinnen und Soldaten verbunden

Wegen der langen militärischen Tradition in der Stadt fühlt sich Frankenberg laut Thomas Firmenich der Bundeswehr in besonderer Weise verbunden. "Da ist natürlich auch der lokale Faktor" sagte der CDU-Politiker MDR SACHSEN. "Die Bundeswehr ist hier selbstverständlich eine wirtschaftliche Kraft. Das ist auch eine Verpflichtung, die wir als Stadt empfinden, um den Soldatinnen und Soldaten und den zivilen Mitarbeitern ein Umfeld zu schaffen, damit sie sich hier wohlfühlen." Andere Städte hätten Politzeieinheiten oder Finanzämter, Frankenberg habe die Garnison.

Bei uns in Frankenberg ist die Garnison Tradition. Das wird mit der Bezeichnung deutlich gemacht.

Thomas Firmenich Bürgermeister Frankenberg

In Frankenberg ist ein Teil der Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen" der Bundeswehr stationiert. Die Wettiner-Kaserne in der Stadt ist Standort des Brigadestabes sowie der Stabs- und Unterstützungskompanie und der Fernmeldekompanie.

Quelle: MDR/tfr/nk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport aus dem Studio Chemnitz | 19. Juli 2021 | 16:30 Uhr

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