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Zum internationalen Holocaust-Gedenktag legte Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Kranz in der KZ-Gedenkstätte Sachsenburg nieder. Bildrechte: dpa

Internationaler Holocaust-GedenktagKretschmer: "Antisemitismus ist keine Meinung, sondern Verbrechen"

Stand: 27. Januar 2021, 11:44 Uhr

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen dazu aufgerufen, sowohl in ihrem Privatleben als auch im dienstlichen Bereich Stellung gegen Rassismus und Antisemitismus zu beziehen. Er sagte bei einer Kranzniederlegung an der KZ-Gedenkstätte Sachsenburg bei Frankenberg, Antisemitismus sei keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Deutschland sei heute in der Welt überall geschätzt, weil es eine klare Haltung zur NS-Geschichte habe.

Hier hat im Grunde genommen vieles begonnen, was am Ende in den Holocaust hineingeführt hat.

Michael Kretschmer | Sachsens Ministerpräsident zur Rolle des KZ Sachsenburg im Nationalsozialismus

Hier habe "diese menschenverachtende, bösartige Ideologie" begonnen, Menschen zu selektieren und umzubringen, betonte Kretschmer.

Das frühere KZ Sachsenburg entstand auf dem Gelände einer ehemaligen Spinnereifabrik bei Frankenberg. Bildrechte: MDR/Ben Arnold

Besuchs-Anlass: Internationaler Holocaust-Gedenktag

Anlass für die Veranstaltung war der internationale Holocaust-Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz. Sachsens Landtagspräsident Rößler sprach bei einer Gedenkstunde im Landtag von einer Schande, dass jüdisches Leben in Deutschland heute wieder in Gefahr sei. Das dürfe die Gesellschaft nicht akzeptieren.

KZ SachsenburgDas KZ Sachsenburg bei Frankenberg war eines der ersten Konzentrationslager und war von 1933 bis 1937 in Betrieb. Es entstand auf dem Gelände einer ehemaligen Spinnereifabrik. Bis zu 2.000 Häftlinge gleichzeitig waren hier untergebracht.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSENMDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.01.2021 | 11:00 Uhr in den Nachrichten

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