Neubau Größtes Logistikzentrum Hainichens entsteht direkt an der A4

Drei Kriterien sind für Häuslebauer sprichwörtlich relevant: die Lage, die Lage und besonders die Lage. Das gilt auch für Logistikzentren, die eine gute Verkehrsanbindung benötigen. In Hainichen entsteht eines direkt an der A4. Die Bauherren wollen aber auch noch in anderer Hinsicht punkten.

Blick auf eine Baustelle mit den Rohbauten von zwei Lagerhallen.
Noch drehen sich bei Hainichen die Baukräne, doch bis Ende 2022 soll das Logistikzentrum fertig sein. Bildrechte: MDR/Anett Linke

Im Gewerbegebiet Crumbach bei Hainichen entsteht direkt an der A4 bis zum Jahresende das "Logistikzentrum Mittelsachsen". Dort werden sieben Hallen mit jeweils 10.000 Quadratmetern Fläche gebaut. Nach der Fertigstellung sollen sich hier sowohl produzierende Betriebe als auch Logistikunternehmen ansiedeln. Bauherr ist die Fuchs & Söhne Holding GmbH aus dem bayerischen Berching.

Geschäftsführer Reinhard Fuchs betont die ökologischen Vorzüge des Vorhabens. "Es wird ein CO2-neutrales Projekt. Wir heizen zum Beispiel mit Holzpellets. Es wird auf 40.000 Quadratmetern Grünflächen geben und eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz." Man versuche, alles umzusetzen, was aktuell in dieser Richtung diskutiert werde.

Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel geplant

Um den Standort für zukünftige Mitarbeitende attraktiv zu machen, soll neben den großen Grünflächen auch eine neue Bushaltestelle in das Gelände integriert werden. Mit Regiobus sei deswegen schon verhandelt worden, sagt der Oberbürgermeister der Stadt Hainichen, Dieter Greysinger (SPD). Regiobus sei bereit, das Logistikzentrum anzufahren. Sie benötigten jedoch eine Wendestelle, die wohl gebaut werden könne.

Man kann dann von Aue, Chemnitz oder Limbach-Oberfrohna direkt mit der City-Bahn nach Hainichen fahren und mit dem Bus das Logistikzentrum erreichen.

Dieter Greysinger Oberbürgermeister der Stadt Hainichen

Das Stadtoberhaupt rechnet mit Arbeitsplätzen im "deutlich dreistelligen Bereich", die hier entstehen könnten.

Drei Männer in Anzügen stehen auf einer Baustelle. Im Hintergrund werden mehrere große Hallen gebaut.
Hainichens Oberbürgermeister Dieter Greysinger, Bauherr Reinhard Fuchs und Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (v.l.n.r.) sind sich einig, dass das zukünftige Logistikzentrum eine lohnende Investition ist. Bildrechte: MDR/Anett Linke

Größtes Hochbauvorhaben in der Hainichener Geschichte

Für Hainichen ist es nach Angaben von Dieter Greysinger das größte Hochbauvorhaben in der Geschichte der Stadt. "Hainichen war nach der Wende ganz unten und wir haben alle Betriebe, die wir zu DDR-Zeiten hatten, verloren." Mehr als 20 Prozent der Bevölkerung seien damals innerhalb weniger Jahre ausgewandert. "Jetzt erleben wir das Gegenteil. Mittlerweile haben wir schon einen Arbeitskräftemangel bei uns."

Viele Leute kämen zurück und Hainichen habe den Platz, den es verdient habe. Es sei das Zentrum in Mittelsachsen an der A4 mit einer sensationell guten Verkehrsanbindung.

Noch während des Baus laufen die Verhandlungen mit zukünftigen Mietern. Matthias Damm, der Landrat des Landkreises Mittelsachsen, ist zuversichtlich, dass sich die Hallen schnell füllen werden. "Der Bedarf ist groß an Hallenflächen. Das betrifft sowohl Logistik-Unternehmen, aber auch das produzierende Gewerbe." Damit würde sich die Investition für alle Beteiligten auszahlen.

Eine 3D-Darstellung zeigt fertige Hallen mit begrüntem Umfeld, Bäumen, Fahrradabstellmöglichkeit und E-Ladesäulen.
So soll das Logistikzentrum nach den Vorstellungen der Planer nach seiner Fertigstellung aussehen. Bildrechte: Fuchs & Söhne Holding GmbH

MDR (tfr/al)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalreport aus dem Studio Chemnitz | 10. März 2022 | 16:30 Uhr

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