Friedensglocke Freiberg: Guss der Glocke für den Merseburger Dom ist geglückt

Die neue Glocke für den Merseburger Dom ist erfolgreich geprüft worden. Der in Freiberg frisch angefertigte 890 Kilogramm schwere Guss soll im Oktober in Sachsen-Anhalt geweiht werden.

Der Glocken-Sachverständigen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Christoph Schulz, habe die neue Glocke für den Merseburger Dom begutachtet und für gut befunden, sagte Volker Haupt, dessen Verein Hilliger den Guss durchgeführt hatte. Neben optischen Aspekten habe auch eine Rolle gespielt, ob die sogenannte Friedensglocke klanglich das eingestrichene G erreicht.

Christoph Schulz, Glockensachverständiger der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), prüft mit einer Stimmgabel in den Sächsischen Metallwerken den Klang der Friedensglocke für den Merseburger Dom.
Die Glocke soll zum 1000-jährigen Bestehen des Merseburger Doms geweiht werden. Bildrechte: dpa

Freiberg: Glocke mit traditioneller Technik gegossen

Bei dem Guss am vergangenen Freitag brachen die Glockengießer mit der traditionellen Glockenherstellung per Lehmform und nutzten zementgebundenen Sand. Traditionsgemäß werden Glocken freitags gegossen. Damit wird nicht nur Bezug zum Tod von Jesus Christus genommen. Es hat auch praktische Gründe: Das heiße Metall kann sich übers Wochenende abkühlen und aushärten - so auch bei der Merseburger Glocke. Anlass für die am 1. Oktober geplante Glockenweihe ist das 1.000-jährige Bestehen des Doms in Sachsen-Anhalt.

Männer legen ihre Ohren an eine Glocke.
Christoph Schulz, Glockensachverständiger der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), prüft mit einer Stimmgabel in den Sächsischen Metallwerken den Klang der Friedensglocke für den Merseburger Dom. Bildrechte: dpa

Quelle: MDR SACHSEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 25. Juni 2021 | 13:00 Uhr

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