Internationale Forschung Bergakademie Freiberg verstärkt Zusammenarbeit mit Unis in Bulgarien

Bergbau hinterlässt Spuren. Wie diese beseitigt werden können, darum geht es unter anderem bei der gemeinsamen Forschung von Wissenschaftlern aus Freiberg und Sofia. Kontakte zwischen Forschenden und Studierenden gibt es schon lange, nun sollen sie intensiviert werden.

Luisa Rischer von der TU Bergakademie Freiberg und Marco Alicete, Technischer Leiter des Bergwerks, geben unter Tage einen Ausblick auf die neue Entdecker Tour im Forschungs- und Lehrbergwerk "Reiche Zeche" der TU Bergakademie Freiberg.
Die TU Freiberg betreut auch alte Bergwerke. Bildrechte: dpa

Die TU Bergakademie Freiberg will noch enger mit internationalen Universitäten zusammenarbeiten. So sei ein Ausbau der Kooperation mit Bulgarien geplant, teilte die Universität mit. Ausgebaut werden soll demnach die Zusammenarbeit mit der Universität für Bergbau und Geologie sowie mit der Technischen Universität in Sofia. Künftige Themenfelder könnten Maschinenbau sowie Bergbau und Geotechnik sein.

Wie die sächsische Bergakademie weiter informierte, gab es bisher zwischen Freiberg und Sofia bereits intensive Kontakte, die von Studenten- und Wissenschaftleraustausch bis zu gemeinsamer Forschung reichen.

Gemeinsame Forschung zu vielfältigen Themen

An der bulgarischen Universität für Bergbau und Geologie "St. Ivan Rilski" umfassen die Kontakte den Angaben zufolge bereits verschiedene Forschungskooperationen in den Bereichen Geotechnik und Bergbau, Markscheidewesen und Geodäsie, Mineralogie, Geoökologie und Biowissenschaften. Dabei geht es unter anderem um Altlastenerkundung und -sanierung, um Deponiebau, Standsicherheit von Bergbaugruben und zur Umweltverträglichkeit von Rückständen aus der Erzaufbereitung. Ihre Erkenntnisse tauschen die deutschen und bulgarischen Forschenden zudem regelmäßig bei wissenschaftlichen Konferenzen und als Gastdozenten aus. Studierende reisen zu Exkursionen auf den Balkan oder kommen nach Sachsen.

Blick auf die Stadt Sofia in Bulgarien
Studierende und Forschende aus Freiberg sind regelmäßig zu Gast in Sofia, nun sollen die Kontakte intensiviert werden. Bildrechte: IMAGO / agefotostock

Wissenschaftskontakt in 74 Länder

Die TU Sofia arbeite wiederum eng mit der Fakultät für Maschinenbau an der TU Bergakademie Freiberg zusammen, hieß es. Die Bergakademie Freiberg kooperiert derzeit mit 270 Partnereinrichtungen in 74 Ländern.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 30. August 2021 | 09:30 Uhr

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