Metall-Recycling Freiberger Forscher bekommen Metallurgie-Technikum

In Freiberg hat am Donnerstag ein neues Kapitel der Rohstoff-Forschung begonnen. Das Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie hat ein Metallurgie-Technikum bekommen. In dem Neubau soll in den Bereichen Ressourcen- und Energieeffizienz von wertvollen Metallen geforscht werden.

Das Gebäude des neuen Matallurgie-Technikums in Freiberg.
Das neue Metallurgie-Technikum in Freiberg sticht architektonisch deutlich heraus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Freiberg ist am Donnerstag ein neues Kapitel der Rohstoff-Forschung aufgeschlagen worden. Das Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie (HIF) hat ein Metallurgie-Technikum bekommen. Damit will das HIF seine Forschungskompetenzen bei der Metallurgie und im Recycling von Metallen ausbauen. Sachsen und die EU gaben für den Neubau mehr als zehn Millionen Euro aus.

In dem neuen Bau ist es möglich, Erkenntnisse zur Gewinnung und zum Recycling strategischer Metalle nicht nur im Laborversuch sondern auch im Pilotmaßstab zu gewinnen. Dadurch können die Forscherinnen und Forscher des HIF künftig neue Technologien und automatisierte Prozesse entwickeln. Als Ziel steht im Vordergrund, primäre und sekundäre Rohstoffe effizient und möglichst vollständig aufzubereiten um sie (wieder-)verwenden zu können, hieß es am Donnerstag.

Was passiert mit Metallen in alten Handys?

Helmholtz-Institutsdirektor Jens Gutzmer sagte MDR Sachsen: "Wenn sie ihr Handy wegschmeißen, was passiert da eigentlich damit und wie können wir die Hochtechnologiemetalle und auch das Kupfer oder die Edelmetalle daraus gewinnen?

Dafür habe man neue Technologieansätze entwickelt, die noch nicht in einem Industriemaßstab zur Verfügung stünden, schränkte Gutzmer ein. Mit dem neuen Technikum, dem ersten Baustein einer größeren Infrastruktur, hoffen die Freiberger Forscherinnen und Forscher, ihre Ideen aus dem Labor in neue Technologien umsetzen zu können.

Mit der Einweihung des Technikums feierte das Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) auch sein zehnjähriges Bestehen. Das HZDR war 2011 gemeinsam mit der TU Bergakademie Freiberg gegründet worden, um die Kompetenzen auf dem Gebiet der Ressourcen- und Energieeffizienz zu bündeln.

Das Innere des neuen Metallurgie-Technikums in Freiberg.
In dem neuen Gebäude soll auch erforscht werden, wie seltene Metalle aufbereitet und wiederverwendet werden können. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/mwa/kk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 09. September 2021 | 19:00 Uhr

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