Oberbürgermeisterwahl Freiberg: Vier Männer und Frauen fordern OB Krüger heraus

In Freiberg ist im Juni Oberbürgermeister-Wahl. Neben Amtsinhaber Krüger wollen vier Kandidierende antreten. Der Wahlauschuss hat darüber beraten und alle fünf Kandidierenden zugelassen.

Der Marktplatz in der Freiberger Altstadt mit Blick auf das Rathaus
Wer künftig im Freiberger Rathaus das Sagen hat, wird ab 12. Juni entschieden. Bei der Oberbürgermeisterwahl treten fünf Kandidierende an. Bildrechte: MDR/Matthias Vollmer

Zur Oberbürgermeisterwahl am 12. Juni in Freiberg dürfen vier Kandidaten und eine Kandidatin antreten. Wie die Stadt Freiberg mitteilte, hat das der Gemeindewahlausschuss entschieden.

Amtierender Oberbürgermeister tritt erneut an

Der 48 Jahre alte Oberbürgermeister Sven Krüger, der bei der letzten Wahl 2015 als Kandidat für die SPD ins Rennen ging, tritt dieses Mal als parteiloser Kandidat an. Er trat 2018 aus der Partei aus.

Außer ihm treten noch der 44 Jahre alte Geschäftsführer eines Beleuchtungsunternehmens Peter Errmann und die 54 Jahre alte Wirtschaftsfachwirtin Anke Martin-Heede als Einzelkandidaten an. Die AfD schickt den 48 Jahre alten Ingenieur für Informationstechnik Marko Winter ins Rennen. Für die Grünen kandidiert der 28 Jahre alte Geschäftsführer Johannes Brink.

Bei der Wahl 2015 waren im ersten Wahlgang fünf und im zweiten Wahlgang drei Kandidatinnen und Kandidaten angetreten. Oberbürgermeister Sven Krüger setzte sich mit 54,0 Prozent im zweiten Wahlgang gegen einen Kandidaten der CDU und eine Einzelkandidatin durch.

Diese Kandidierenden können gewählt werden:

  • Sven Krüger (Einzelkandidat)
  • Marko Winter (AfD)
  • Johannes Brink (Bündnis 90/ Die Grünen)
  • Peter Errmann (Einzelkandidat)
  • Anke Martin-Heede (Einzelkandidatin)

Unruhe in Freiberg

Während der Corona-Pandemie kam es in Freiberg immer wieder zu großen Demonstrationen und damit verbundenen Polizeieinsätzen. Auch der Baubürgermeister sorgte mit einem umstrittenen Interview für Unruhe. Eine Abwahl scheiterte im Stadtrat.

Am 12. Juni finden Bürgermeisterwahlen in rund 200 Kommunen und Landratswahlen in neun der zehn Landkreise in Sachsen statt.

Freiberg In der großen Kreisstadt Freiberg leben 40.308 Menschen. Die Universitätsstadt liegt etwa in der Mitte des Freistaates Sachsen zwischen Dresden und Chemnitz. Sie ist Verwaltungssitz des 2008 gebildeten Landkreises Mittelsachsen und mit der 1765 gegründeten Bergakademie Freiberg Sitz der ältesten noch bestehenden technisch-montanwissenschaftlichen Universität der Welt.

MDR (al)

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