Arbeitskampf Streik bei City-Bahn in Chemnitz am Sonnabend

11. Mai 2024, 12:59 Uhr

Fahrgäste, die mit der City-Bahn in Chemnitz am Sonnabendmorgen zu Ausflügen oder zur Arbeit fahren wollten, mussten umplanen. Wie die Betriebsleitung mitteilte, wird das Bahnunternehmen seit acht Uhr morgens bestreikt. Die Lokführergewerkschaft GDL habe den Streik mit nur einer Stunde Vorwarnzeit begonnen. City-Bahn-Geschäftsführer Friedbert Straube kritisierte den Streik als verantwortungslos. Es werde eine kritische Infrastrukur lahmgelegt.

GDL-Streik wird auf einer Anzeigetafel angekündigt.
Auf den Linien der City-Bahn in Chemnitz gibt es am Sonnabend streikbedingt Ausfälle. Die Arbeitgeber hatten nach eigenen Angaben nur eine Stunde Vorwarnzeit. Bildrechte: Harry Haertel/haertelpress

Viele Zugausfälle und kurzfristiger Notverkehr

Fahrgäste müssen sich am Sonnabend auf Zugausfälle einstellen. "Wir hatten keinerlei Gelegenheit, vorher Busnotverkehr zu organisieren und die Fahrgäste zu warnen. Die stehen sich jetzt an den Bahnsteigen die Beine in den Bauch", so Straube. Auch am Montag könne die Beförderung von Schülern und Pendlern nicht garantieren werden. Auf ihrer Internetseite weist die City-Bahn jedoch Ersatzverkehr aus. Die City-Bahn in Chemnitz war bereits vom vergangenen Mittwoch bis zum Freitag bestreikt worden.

GDL fordert 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn

Mit den Streiks will die GDL eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnauslgeich durchsetzen. Das wurde demnach bei 45 Bahnunternehmen durchgesetzt, außer bei der City-Bahn. Die lehnt das ab. Die City-Bahn sei ein mit Steuergeld finanziertes kommunales Unternehmen, heißt es. Die Arbeitszeitverkürzung würde sie rund zwei Millionen Euro kosten. Die City-Bahn hatte die Löhne seit März stufenlos um 14 Prozent angehoben.

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MDR (wim)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 11. Mai 2024 | 13:00 Uhr

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