Wissenschaft Vogtländerin zurück von Mars-Mission in der Wüste

Ein Traum der Menschheit ist nicht nur die Reise ins All oder zum Mond, sondern andere Planeten zu besiedeln. Solche Reisen sind Extremerfahrungen für Menschen, die verschiedene Weltraumorganisationen vorab simultieren. Die Negev-Wüste in Israel ist eine derart unwirtliche Region, dass dort eine solche Simulation jetzt stattfand - mit einer Vogtländerin.

Analogastronautin Anika Mehlis
Im Raumanzug und in der Wüste testete Anika Mehlis die Bedingungen für eine künftige Mars-Expedition. Bildrechte: ÖWF/Donning

Die Analog-Astronautin Anika Mehlis aus Plauen ist von ihrem Einsatz in Israel zurückgekehrt. Dort war sie vier Wochen lang in der Negev-Wüste Teil eines internationalen Teams, das eine Weltraummission auf dem Mars simulierte. "Wenn man früh aufgewacht ist, aus dem kleinen Fenster geschaut hat und diese rote Wüstenlandschaft draußen gesehen hat, spätestens wenn man dann mit dem Anzug die Luftschleuse verließ und raus ging und im Kopfhörer nur die Funkgeräusche hörte, dann war das schon sehr sehr real", sagte die Vogtländerin nach der Expedition.

Teamarbeit und Erkundungen

Die Zusammenarbeit im Team hat nach ihren Worten "super geklappt". Die Analogastronauten machten mehrere Experimente und Tests. Unter anderem ging es auch um Ultraschalluntersuchungen. Anika Mehlis und ihre fünf Mitstreiter untersuchten sich dabei gegenseitig. "Wenn man sich vorstellt, dass auf dem Mars etwas passiert, dass die Ärzte auf der Erde dann mit diesen Bildern Diagnosen stellen und sagen könnten, was die weiteren Schritte sind", erklärte die Mikrobiologin den Hintergrund dazu.

Das Habitat der analogen Marsmission Amadee-20 von oben. Der rote Sand erweckt den Eindruck, dass man tatsächlich auf dem Mars sei.
Der Standort der analogen Marsmission Amadee-20 von oben. Der rote Sand erweckt den Eindruck, dass man tatsächlich auf dem Mars sei. Bildrechte: FlorianVoggender / OeWF

Quelle: MDR/bs

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 03. November 2021 | 16:30 Uhr

2 Kommentare

NormalNull vor 10 Wochen

Der Artikel veranlasste mich zu dem Gedankenexperiment, falls man dem Virus auf den Mars entfliehen wöllte, dann möchte man ja nicht, dass das Virus mit auf den Mars gelangt. Um das Sicher zu stellen, würde man testen, testen, testen. Die Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises ist aus medizinischer Sicht irrelevant.

DermbacherIn vor 11 Wochen

Nur 1G - aber das G für getestet!
Ich denke, das Problem ist, dass die Geimpften nicht mehr aufpassen, aber ansteckend sind. Sonst lassen sich diese Zahlen trotz fast 2 Drittel Geimpfter nicht erklären. 3 G oder 3 G + macht keinen Sinn, um die Anzahl der Neuinfektionen zu senken. Sinn dagegen würde 1G machen, also dass auch die Geimpften testen müssen. Man muss sich nur vorstellen, wie das zum Beispiel im Après-Ski ablaufen wird. Alle dort sind ungetestet und wiegen sich in falscher Sicherheit. Es wird ein Umdenken notwendig sein, um die Infektionszahlen in diesem Winter zu senken. Man wird irgendwann anerkennen müssen, dass der jetzt genutzte Impfstoff noch nicht wirklich ausgereift ist und das Problem nicht nachhaltig lösen kann.

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