Straßensanierung Zu gefährlich: Baustopp auf Bundesstraße 92 in Oelsnitz

Seit anderthalb Jahren wird die B92 in Oelsnitz erneuert. Eigentlich sollen die Bauarbeiten Ende November 2021 abgeschlossen werden. Doch erst einmal stehen die Asphaltiermaschinen still.

Bauarbeiter bringt Asphalt auf
Weil der Durchgangsverkehr für Bauarbeiter und Anwohner zu gefährlich wurde, wurden die Arbeiten auf der B92 gestoppt. Bildrechte: Colourbox.de

Wegen Verstößen gegen die Arbeitsschutzauflagen sind die Bauarbeiten an der Bundesstraße 92 im vogtländischen Oelsnitz vorerst gestoppt. Nachdem die Baustelle einspurig passiert werden konnte, hatte es viele Probleme und Beschwerden gegeben, wie eine Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mitteilte.

Gefahr für Leib und Leben

So wurde auf der provisorischen Spur durch die Baustelle viel zu schnell gefahren und die Einbahnstraßenregelung missachtet. Auch seien schwere Laster durch die Baustelle gerollt, obwohl das Provisorium nur für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen vorgesehen war. Dadurch sei die Gesundheit von Bauarbeitern und Anwohnern erheblich gefährdet gewesen, erklärte das Lasuv.

Ab 15. Oktober Bau unter Vollsperrung

Ab Freitagfrüh soll auf der Bundesstraße wieder unter Vollsperrung gebaut werden. Eine Durchfahrt durch die Baustelle in Richtung Adorf ist dann nicht mehr möglich, wie das Straßenbauamt informiert. Die Umleitung führt dann wieder für beide Fahrtrichtungen über Eichigt, Bergen und Freiberg. Ziel ist es, den Termin für die Fertigstellung Ende nächsten Monats halten zu können. Die Bauarbeiten auf der B92 laufen bereits seit März 2020. Die Verkehrsfreigabe ist für den 26. November geplant.

Silvio Zschage und Bäcker Roman in Wunderlich Oelsnitz 2 min
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Die B92 in Oelsnitz wird weiter gebaut und bleibt gesperrt. Ganz zum Ärger einiger Händler. Einer, der unter der Baustelle leidet, ist Bäcker Roman Wunderlich. Er ist am Mikrofon bei Silvio Zschage.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Do 20.05.2021 07:50Uhr 02:22 min

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 14. Oktober 2021 | 07:30 Uhr

1 Kommentar

Kliemek vor 1 Wochen

Diese Baustelle ist eigentlich ein Paradebeispiel für die Unfähigkeit wie man in Deutschland eine Baustelle plant und dessen Durchführung. 22, in Worten zweiundzwanzig Monate für ca. 1,6 km, da fehlen mir die Worte. Es wird nicht dreischichtig gearbeitet, an Wochenenden auch nicht, in der Zeit hätte man in China oder Dubai oder wo auch immer einen Flughafen plus Verkehrsanbindung gebaut. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren das hier die Baufirmen den Zuschlag erhalten, die sich am längsten an einer Baustelle festhalten können. Dazu kommen noch die Umleitungsstrecken die in einem miserablen Zustand waren und noch sind. Wenn man so eine Baumaßnahme plant, sollte man die Umleitungen vorher auch mal in einen top Zustand bringen und nicht erst mit Ausbesserungsarbeiten beginnen wenn es zu spät ist. Den ganzen Schwerverkehr hätte man für die Zeit viel weiträumiger lenken müssen, aber nein, den schickt man dann über Straßen die dafür gar nicht geeignet sind. Eine Meisterleistung........

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