Sanierung Endspurt bei der Burgruine Elsterberg

Es ist das Mammutprojekt für die Stadt Elsterberg im Vogtland: Seit drei Jahren wird das wichtigste Wahrzeichen des zwischen Plauen und dem thüringischen Greiz gelegenen Ortes auf Vordermann gebracht - die Burgruine Elsterberg. Mehr als zwei Millionen Euro aus verschiedenen Fördertöpfen fließen in den Erhalt der größten Ruinenanlage dieser Art in Sachsen. Ziel ist es, die geschichtsträchtigen Mauern wieder komplett erlebbar zu machen.

Ein Bagger steht an der Burgruine von Elsterberg.
Pünktlich zu den Burgfestspielen im Mai nächsten Jahres soll die Burgruine fertig saniert sein. Bildrechte: MDR/Bernd Schädlich

An der Burgruine Elsterberg rollen die Baufahrzeuge. Einige Mauerfelder sind eingerüstet, an verschiedenen Stellen wird hantiert. "Wir sind eigentlich schon im Endspurt", sagt Elsterbergs Bürgermeister Sandro Bauroth. Ursprünglich wollte man zum Jahresende fertig sein. Doch die Coronapandemie und starke Regenfälle hätten den Plan durchkreuzt. Bauroth ist nun optimistisch, Anfang Mai nächsten Jahres die Sanierung abschließen zu können. Die veranschlagten Kosten von 2,1 Millionen Euro hofft der Bürgermeisters einhalten zu können.

800 Jahre alte Mauern

Dem Generalplaner Thomas Schafferhans hatte der schlechte Zustand der 800 Jahre alten Ruine so manch schlaflose Nacht bereitet, wie er erzählt. Doch mittlerweile sind die meisten Mauern gesichert und Türme hergerichtet. Der ehemalige Hungerturm sowie einige Decken, Wege und Treppen stehen noch an. "Wir wollen nichts Neues bauen. Wir wollen die Ruine nicht verändern, aber dauerhaft für mindestens ein, zwei Generationen sichern", betont Schafferhans. Die aktuell möglichen Technologien sollen dabei so unsichtbar wie möglich in die Ruine eingefügt werden.

Burgruine Elsterberg
Die Burgruine liegt am Nordrand der Altstadt von Elsterberg. Bildrechte: IMAGO

Sanierung ist ein Glücksfall für die Stadt

Hilfe bekommen die Arbeiter vom Elsterberger Heimatverein, deren Mitglieder regelmäßig ehrenamtlich Einsätze leisten. "Seit den ganzen Jahren betreuen wir hier kleine Baustellen, bessern aus und verfugen", berichtet Vereinsvize Klaus Hiemisch. Einen Turm habe man von oben bis unten verfugt. "Wir sind stolz darauf, dass wir sowas noch zusammenbringen", sagt Hiemisch. Er sieht die millionenschwere Generalsanierung als Glücksfall für die Stadt. Wäre sie nicht erfolgt, hätte man die Ruine in zehn Jahren komplett sperren müssen, ist er sich sicher.

Burgfestspiele im Mai

Elsterbergs Bürgermeister möchte nach der Sanierung wieder Leben in die Mauern bringen: "Das große Ziel ist, die Burgruine Elsterberg zu einem kulturellen Dreh- und Angelpunkt in der Region zu machen." Für das kommende Jahr seien die ersten Veranstaltungen fest geplant. So wird es Ende Mai die Burgfestspiele mit Kunst und Theater geben.

Quelle: MDR/bs/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 22. September 2021 | 10:30 Uhr

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