Casting 14 Bewerberinnen wollen Spitzenprinzessin in Plauen werden

Auf den Eingangsstufen eines Theaters stehen zwölf junge Frauen und winken in die Kamera.
Eine dieser jungen Frauen wird ab Juni den Titel "Spitzenprinzessin" führen dürfen. Bildrechte: Dachverband Stadtmarketing Plauen e.V. / Igor Pastierovic

Zum zehnten Mal soll im Sommer in Plauen eine Spitzenprinzessin gekürt werden. Seit dem Ende der Bewerbungsfrist im März steht fest, dass sich 14 junge Frauen aus Plauen und Umgebung um den Titel bewerben werden. Beim Casting im Plauener Theater haben sich die Bewerberinnen am Freitag zum ersten Mal getroffen. Sie sind alle zwischen 17 und 33 Jahre jung und stammen aus Plauen oder einer der umliegenden Gemeinden im Vogtland.

Plauener Spitzenprinzessin Die erste Spitzenprinzessin wurde in Plauen 1996 gekürt. Seitdem trugen sieben junge Frauen den Titel. Die amtierende Spitzenprinzessin Barbara Riss wurde 2017 gewählt und repräsentierte die Spitzenstadt bei vielen öffentlichen Anlässen. Ihre Nachfolgerin soll beim 61. Plauener Spitzenfest, das vom 18. bis 20. Juni 2021 stattfinden soll, gekürt werden.  Quelle: Stadt Plauen

Der Branchenverband Plauener Spitze und Stickereien organisiert gemeinsam mit dem Stadtmarketing Plauen die Wahl zur Spitzenkönigin. Für Verbandschef Andreas Reinhardt ist die Prinzessin die wichtigste Botschafterin für das vogtländische Traditionsprodukt: "Die Prinzessin vermittelt unsere Historie als Spitzenstadt und repräsentiert die gesamte Region bei verschiedenen Anlässen." Auf die Bewerberinnen warten nun drei Veranstaltungen und die eigentliche Wahl im Juni 2021 beim Spitzenfest. Die Spitzenprinzessin soll dann auch überregional für den wichtigsten Exportschlager der Stadt werben.

Auf einer Theaterbühne stehen stehen zwölf junge Frauen mt Abstand in zwei Reihen.
Noch sind die großen Bühnen ein ungewohntes Terrain für die Bewerberinnen. Bildrechte: Dachverband Stadtmarketing Plauen e.V. / Igor Pastierovic

Spitzenprinz könnte auch gekürt werden

Zunehmend werde in Plauen darüber diskutiert, ob es statt einer Spitzenprinzessin auch einmal einen Spitzenprinz geben könne, sagt Reinhardt. "Die gesellschaftlichen Anforderungen ändern sich. Womöglich könnten sich zukünftige Wettbewerbe dahin öffnen." Auch für einen Spitzenprinzen ließen sich prestigeträchtige Kleidung und Accessoires aus Plauener Spitze herstellen.

Corona bedroht auch Spitzenhersteller

Neun Unternehmen produzieren zur Zeit unter der geschützten Marke "Plauener Spitze" Produkte für den internationalen und einheimischen Markt, sagt Reinhardt. "Ihre Zahl ist zwar während der Corona-Pandemie stabil geblieben, aber die Situation ist aber unterschiedlich, Licht und Schatten liegen dicht beieinander", erläuterte Reinhardt. Wer auf digitale Vertriebswege und internationale Kunden gesetzt habe, stehe besser da. "Betriebe, die einen Hauptteil ihres Umsatzes im Weihnachtsgeschäft und durch örtliche Fachhändler bestreiten, sind durch die Schließungen in größerer Not." Die Pandemie habe eine Veränderung im Handel vorgezogen, die später wohl ohnehin eingetreten wäre.

Auf die zukünftige Spitzenprinzessin warten demnach viele Aufgaben, um die Branche auch in Krisenzeiten im Gespräch zu halten.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 16. April 2021 | 11:30 Uhr

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