Vogtland Autokorso bremst auf der A72 Verkehr aus

Autos der Polizei an einer Polizeiwache
Bildrechte: IMAGO / Future Image

Am Mittwochabend wurde der Verkehr auf der A72 zwischen Treuen und der Anschlussstelle Plauen-Ost durch einen Autokorso behindert. Ein Polizist auf dem Weg zum Revier, stellte drei Fahrzeuge auf beiden Fahrspuren fest, welche aus unnötigen Gründen die Geschwindigkeit auf 80 Kilometer pro Stunde drosselten, obwohl in diesem Bereich eine höhere Geschwindigkeit zulässig gewesen wäre.

Polizist merkt sich Kennzeichen - Ermittlungen laufen

Dabei wechselten die Fahrzeuge untereinander die Fahrspuren, ließen aber keine anderen Fahrzeuge überholen. Hinter diesen Autos sammelten sich andere Fahrzeuge, die ausgebremst und in ihrer Fahrweise beeinträchtigt wurden. Versuche an den blockierenden Autos vorbei zu fahren, misslangen. Als die drei beteiligten Fahrzeuge anschließend an der Autobahnausfahrt Plauen-Ost die Autobahn verließen, rollte der Verkehr wieder normal. Der Polizist konnte sich alle Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge merken. Gegen die Fahrzeugführer werden nun polizeiliche Ermittlungen wegen Nötigung im Straßenverkehr in Verbindung mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr eingeleitet.

Polizei ordnet Autokorso einer "Querdenker"-Aktion zu

Auf Anfrage von MDR SACHSEN teilte die Polizei mit, dass ein Fahrer erkannt und der "Querdenker"-Bewegung zugeordnet werden konnte. Außerdem war an einem Auto ein Aufkleber der "Querdenker" zu sehen. Eine über das Netzwerk Telegram abgesprochene entsprechende bundesweite Aktion dieser Gruppe sollte gezielt den Verkehr auf wichtigen Verkehrsadern stören. Die Polizeidirektion Zwickau ordnet den Vorfall auf der A72 dieser Aktion zu. Auch in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel in Thüringen, kam es zu langsam fahrenden Autokorsos.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN

7 Kommentare

Ulf vor 46 Wochen

Ob nun bei 80 km/h von einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sprechen kann, ist nicht sicher, Nötigung ist es in jedem Fall. Die Verkehrsteilnehmer müssen in solchen Fällen eben auch die nötige Geduld aufbringen, um gefährliche Situationen nicht entstehen zu lassen. Generell ist es eher ein Problem, wenn zu schnell gefahren wird.

Brigitte Schmidt vor 46 Wochen

Wie unten schon erwähnt bei Korsos von Großhochzeiten oder von Brücken hängenden "Aktivisten" auch konsequent vorgehen, berichten und verurteilen, dann klappts mit der Glaubwürdigkeit der staatlichen und anderen Institutionen.

hercule vor 46 Wochen

Wer sowas macht ist einfach nur dumm. Andere Menschen zu gefährden um zu protestieren. Da hätten Menschen Sterben können. In Thüringen sind die Querdenker mit 30 über die Autobahn gefahren. aber der Name sagt es schon Querdenker. Man denkt nicht quer da läuft was quer im Kopf ab.

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