Versammlungsbehörde Landratsamt untersagt Aufzug der Partei "Freie Sachsen" in Plauen

Am Freitag wollte die als rechtsextrem geltende Partei "Freie Sachsen" durch Plauen ziehen. Das Landratsamt hat nun entschieden, den Umzug zu verbieten und weitere Vorschriften für die Versammlung erlassen.

Anhänger der rechtsextremen Partei «Der III. Weg» auf einer Kundgebung der Partei «Freie Sachsen» am Karl-Marx-Monument
Im Mai demonstrierten Anhänger der rechtsextremen Partei "Der III. Weg" auf einer Kundgebung der Partei "Freie Sachsen" am Karl-Marx-Monument in Chemnitz. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Die Versammlungsbehörde des Landratsamts des Vogtlandkreises hat einen für Freitag geplanten Aufzug der als rechtsextrem geltenden Partei "Freie Sachsen" untersagt. Die derzeit geltende Corona-Schutzverordnung erlaube nur ortsfeste Versammlungen, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Zudem müssten die Teilnehmer eine medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ausnahmegenehmigung beantragt

Der Anmelder habe daraufhin eine Ausnahmegenehmigung beantragt, um beide Vorschriften nicht einhalten zu müssen. In einem Kooperationsgespräch zwischen dem Anmelder und der Versammlungsbehörde habe der Veranstalter seinen Antrag noch einmal bekräftigt. Insbesondere auch im Rückblick auf Vorkommnisse bei vergangenen Versammlungen und rechtswidrigen Aufzügen, bei denen sich Teilnehmerinnen nicht an die infektionsschutzrechtlichen Regelungen gehalten hätten, sei die die Ausnahmegenehmigung nicht erteilt worden, so das Landratsamt.

Bei der Versammlung am Freitag sollen laut Landratsamt 250 bis 300 Teilnehmende den Wahlkampf des Busunternehmers Thomas Kaden um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Plauen unterstützen.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | In den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 10. Juni 2021 | 15:00 Uhr

Mehr aus dem Vogtland und Greiz

Ein verunglücktes Auto und Feuerwehrleute 1 min
Bildrechte: MDR

Mehr aus Sachsen

Michael Kretschmer und Cezary Przybylski unterzeichnen die "Gemeinsame Erklärung Sächsisch-Niederschlesische Regionalpartnerschaft" mit Video
Ministerpräsident Michael Kretschmer (l.) und sein polnischer Amtskollege Cezary Przybylski unterzeichneten bei der Eröffnung des Regionalbüros Niederschlesiens in Dresden auch eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit. Bildrechte: Sächsische Staatskanzlei/Pawel Sosnowski