Corona-Protest Schreckschusspistole am Rande einer Demo in Plauen sichergestellt

Auch am Sonnabend gab es in Sachsen wieder Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen. Eine Demonstation davon sollte eigentlich im thüringischen Greiz stattfinden. Weil dort aber zu viel Polizei war, zogen die Demonstranten ins sächsische Plauen um. Dort entdeckte die Polizei bei einem Jugendlichen eine Schreckschusspistole.

Mehrere Polizisten überwältigen zwei Männer, die deshalb auf dem Boden liegen.
Weil mehrere Jugendliche einem Platzverweis nicht nachkamen, wendete die Polizei Zwang an. Bildrechte: News5

Am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen in Plauen hat die Polizei am Sonnabend bei einem Jugendlichen eine Schreckschusspistole mit Magazin und Munition entdeckt. Der junge Mann hatte keinen Waffenschein, teilte die Polizei in Zwickau mit. Den Angaben zufolge sah die Pistole einer Dienstwaffe der Polizei sehr ähnlich. Der Mann habe zu einer Gruppe von 20 Jugendlichen gehört, denen man einen Platzverweis erteilt habe. Dem seien diese nicht nachgekommen, so dass Zwangsmaßnahmen notwendig gewesen seien. Bei dieser Aktion entdeckten die Beamten die mutmaßliche Waffe.

Ein pistolenähnlicher Gegenstand liegt auf dem Gehsteig.
Diese Schreckschusspistole stellten die Einsatzkräfte sicher. Laut Polizei ist sie äußerlich kaum von einer echten Pistole zu unterscheiden. Bildrechte: News5

250 Menschen bei Corona-Protest in Plauen

Insgesamt waren in der vogtländischen Stadt am frühen Abend rund 250 Menschen in die Innenstadt gekommen, um zu protestieren. Die Menschenmenge habe sich beim Eintreffen der Polizei rasch verteilt, erläuterte ein Polizeisprecher. Wenig später sei nur noch eine kleinere Gruppe in der Stadt unterwegs gewesen.

Polizeipräsenz führt zur Verlegung der Demonstration

Ursprünglich war die Demonstration in Greiz im benachbarten Thüringen geplant gewesen. Die Veranstalter hätten wegen der dortigen Polizeipräsenz aber zu einem Umzug ins nahegelegene Plauen aufgerufen, hieß es aus dem Lagezentrum der Polizeidirektion Zwickau.

Nach der sächsischen Corona-Notfallverordnung sind derzeit wegen der hohen Infektionszahlen bei Versammlungen nur maximal zehn Teilnehmer erlaubt. Außerdem müssen sie sich an einem festen Ort aufhalten.

Autokorso mit 185 Fahrzeugen in Dresden

Nicht zu Fuß, sondern mit einem Autokorso haben in Dresden ebenfalls am Sonnabend mehrere hundert Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Laut Polizei reihten sich 185 Fahrzeuge zu einem rollenden Protest durch die Innenstadt aneinander.

Quelle: MDR(sth/mar/kh)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 19. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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