Corona-Pandemie Digitaler Impfnachweis im Vogtland ab Montag möglich

Biergarten, Museumsbesuch oder Einkaufsbummel - durch die aktuellen Corona-Lockerungen läuft mancherorts das Leben so langsam wieder an. Nervig nur, dass das Mehr an Freiheit mit jeder Menge Papier verbunden ist. Denn ohne einen Negativtest, eine Bescheinigung, dass man genesen ist, oder ohne Nachweis der Impfung geht in den allermeisten Fällen nichts. Eine Firma aus dem Vogtland hat hier Abhilfe geschaffen - und hat eine digitale Lösung entwickelt, mit der einige Probleme gelöst werden könnten.

Auf einem Tischen liegen zwei Dokumente mit der jeweiligen Aufschrift Genesungsnachweis und Vorläufiger Impfnachweis
Die Papiernachweise für eine Impfung oder die Genesung von Covid-19 werden im Vogtland bald der Vergangenheit angehören. Eine Firma aus Oelsnitz hat einen digitalen Impfnachweis entwickelt. Bildrechte: MDR/Bernd Schädlich

Seinen Impfausweis hat der Geschäftsführer der Oelsnitzer Softwarefirma "Simba N³", Matthes Nagel, seit kurzem immer dabei - schließlich braucht auch er ihn fast überall als Eintrittskarte. "Jede Einrichtung muss die Kontaktdaten erheben und muss kontrollieren, dass der Bürger entweder getestet, geimpft oder genesen ist", sagt er. "Und das war der Punkt, wo wir gesagt haben: 'Das muss für die Bürger einfach sein, das muss für die Einrichtungen einfach sein.'" 

Dafür hat die Firma ihre App "Schnelltest Click" erweitert. Konnte man bisher damit lediglich negative Testergebnisse papierlos vorzeigen, soll sie zukünftig auch als digitaler Impfausweis dienen. Dafür müssen geimpfte Vogtländer und Vogtländerinnen nur noch einmal in eines der Schnelltestzentren des Landkreises kommen und dort nachweisen, dass sie geimpft sind - zum Beispiel durch Vorzeigen des Impfausweises.

Digitaler Impf-Nachweis in der App

"Die geben mir im Gegenzug einen QR-Code. Dann kann ich den QR Code mit dem Smartphone scannen", so Nagel. "Dann habe ich den Impfnachweis digital dabei und kann mich in den Einrichtungen immer mit der App ausweisen." Ohne Smartphone bekommt man den QR-Code auf Papier und kann dann mit diesem ebenfalls in die Einrichtungen einchecken.

Geschäfte, Gastronomie oder Kultureinrichtungen erfassen mit Hilfe des QR-Codes alle notwendigen Daten. Auch ein Genesungsnachweis könne auf diese Art und Weise digital gescannt werden, sagt Nagel. Da die App "Schnelltest Click" inzwischen in acht sächsischen Landkreisen eingesetzt und anerkannt wird, geht Nagel davon aus, dass die Erweiterung auch überregional gut angenommen wird.

Diese 'Schnelltest Click'-App kostet nichts. Da kann ich mir gut vorstellen, dass vielleicht auch der eine oder andere Erzgebirgler oder auch ein Zwickauer sie nimmt.

Matthes Nagel Geschäftsführer der Softwarefirma "Simba N³"

Ab Montag startet die App-Erweiterung

Natürlich wünscht sich auch der vogtländische Softwarespezialist Matthes Nagel eine bundeseinheitliche Lösung. Sein Projekt sei aber zumindest eine gute Übergangslösung. Das sieht auch Landrat Rolf Keil so - nicht zuletzt, weil sich "Schnelltest Click" in den vergangenen Monaten bei der Kontaktnachverfolgung bereits bestens bewährt hat. "Wir haben jetzt eine Lösung gefunden, wie man den Impfnachweis oder Genesenennachweis rüberbringen kann und auch eine gute Lösung für den Handel - es ist schön, dass wir das regional machen können und da sind wir stolz drauf", so Keil. Ab Montag soll der digitale Impfnachweis im Vogtland zur Verfügung stehen.

Quelle: MDR/al/bs

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport aus dem Studio Chemnitz | 20. Mai 2021 | 16:30 Uhr

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