Corona-Impfung Erste Impfapotheke Sachsens öffnet in Falkenstein im Vogtland

Es ist eine Premiere für Sachsen: Apotheker Robert Herold aus dem vogtländischen Falkenstein impft seit Freitag gegen Corona. Binnen einer Woche ist es ihm gelungen, das Angebot auf die Beine zu stellen - trotz hohen bürokratischen Aufwands und der logistischen Herausforderung. Wie sein Angebot ankommt, hat MDR-Reporter Bernd Schädlich nachgefragt.

Robert Herold
Apotheker Robert Herold plant bereits fürs nächste Jahr Impftermine in seiner Apotheke. Bildrechte: Bernd Schädlich

Die vergangenen Tage sind für Apotheker Robert Herold stressig gewesen: Impfdosen ordern, Räume herrichten, Technik installieren. Doch diesen Aufwand nimmt der Falkensteiner gern in Kauf.

Ich habe gelernt, dass man einfach anfangen muss, um Patienten schnell und unkompliziert zu helfen, die aktiv gesagt haben, ich will das gern in der Apotheke.

Robert Herold Apotheker aus Falkenstein

Robert Herold hat sich nicht nur fürs Impfen ausbilden lassen. Er muss auch das ganze Drumherum übernehmen. Bürokratischer Aufwand sei da, aber in Deutschland sei man es ja gewohnt, Formulare auszufüllen.

Auftakt mit 20 Terminen

20 Termine für Erstimpfungen und Booster hat der Apotheker für den Auftakt geplant, die innerhalb kürzester Zeit ausgebucht waren. Vergeben habe er diese Termine an Menschen, denen das Impfzentrum zu weit weg ist sowie an ältere Leute, die Probleme hätten online einen Termin zu ergattern und "die einfach auch eine vertraute Person suchen," sagte Herold. Sein Angebot sei keine Konkurrenz zu Arztpraxen oder zentralen Impfstellen. Er sieht es als eine punktuelle Ergänzung:

Deswegen habe ich auch angefangen, weil ich viele positive Rückmeldungen von den Ärzten hatte, die da doch auch für das zusätzliche Angebot sind, weil der Druck aus den Praxen zumindest ein klein wenig verschwindet.

Robert Herold Apotheker aus Falkenstein

Falkensteiner Einwohner erfreut

Die Einwohner aus Falkenstein freuen sich über das neu geschaffene Impfangebot im Vogtland. In der Impfapotheke bekäme man eher einen Termin als woanders, sagte eine Falkensteinerin MDR SACHSEN.

Gut, dass es das Angebot jetzt gibt, weil es klemmt ja überall die Säge. Es müssten noch viel mehr Apotheken daran teilnehmen.

Einwohner aus Falkenstein

Da aber ist Robert Herold skeptisch. Er sagt, etliche Kollegen möchten lieber bei Ihrem Kerngeschäft bleiben. Der Falkensteiner indes will sein Impfangebot erweitern. Sicherlich seien noch Rahmenbedingungen zu klären aber die klärten sich von Tag zu Tag mehr, sodass in der Apotheke auch nächste Woche weitere Termine angeboten werden können. "Das ist doch ausbaufähig," findet der Apotheker. Auch für 2022 plant Herold in Falkenstein Impftermine.

Quelle: MDR(bs)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 17. Dezember 2021 | 08:30 Uhr

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