Pandemie Vogtlandkreis befürchtet mehr Infektionsfälle durch Corona-Mutation

SSP - Mutation
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Nachdem im Vogtlandkreis mehrere Fälle der britischen Coronavirus-Mutation aufgetreten sind, befürchtet der Landkreis eine deutliche Zunahme der Infektionszahlen. Das teilten Landrat Rolf Keil und Amtsarzt Andreas Lonitz am Mittwoch in Plauen mit. "Wir müssen leider damit rechnen, dass die Mutation die Fälle in die Höhe treiben könnte", so Lonitz.

Am Wochenende wurde die britische Coronavirus-Mutation B 1.1.7. erstmals im Vogtland nachgewiesen. Bis zum Mittwoch seien zehn Fälle bestätigt worden. "Die Fälle verteilen sich über mehrere Bereiche im Vogtland", so Landrat Keil. Zwei Fälle beträfen Pendler, die in Hof arbeiten. "Ein gemeinsamer Ursprung der zehn Fälle ist unbekannt und unwahrscheinlich", sagte Keil. Verbindungen zu Mutationsfällen im nahen Oberfranken und zu den allgemein hohen Virus-Fallzahlen in Tschechien seien aber nicht auszuschließen.

"Die Betroffenen sind größtenteils berufstätig, es ist keine Verbindung mehr zu Großbritannien erkennbar. Zwei von ihnen befinden sich im Krankenhaus", sagte Lonitz. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes seien angewiesen, die Kontakte von Betroffenen besonders gründlich nachzuverfolgen und bei der Absonderung von Kontaktpersonen besonders streng vorzugehen. "Wir haben alle, die in Frage gekommen sind, Kontakt gehabt zu haben, mit einem Schnelltest untersuchen lassen", so Lonitz. Bei einem positiven Schnelltest soll beim PCR-Test auch direkt eine Untersuchung auf die Mutation durchgeführt werden. Zusätzliche Einschränkungen wegen der Mutation seien für die Vogtländer aber vorerst nicht zu erwarten, erklärte Landrat Keil.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 03.02.2021 | 19:00 Uhr

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