Lockerungen im Vogtland Im Freizeitpark Plohn geht es wieder hoch hinaus

Sachsens beliebter Vergnügungspark, der Freizeitpark Plohn, startet heute in die neue Saison. Bei den Besuchern dürfte die Vorfreude auf Achterbahn, Wildwasserrutsche oder Auto-Scooter groß sein - das Team des Parks musste sich richtig beeilen, um alles startklar zu machen.

Besucher fahren in der neuen Riesen-Achterbahn "Dynamite" zur Saisoneröffnung im Freizeitpark Plohn.
Bildrechte: dpa

Rund 60 Mitarbeiter, vom Gärtner bis zum Techniker, wuselten bis zuletzt durch den Freizeitpark Plohn. Da lange Zeit nicht klar war, ob und wann geöffnet werden darf, war das eine ziemliche Hauruck-Aktion, sagt Geschäftsführer Lutz Mülller. "Es muss alles nochmal sauber gemacht werden, die Gastronomien müssen gereinigt und desinfiziert werden", so Müller vergangene Woche. Auch die Fahrgeschäfte müssen wieder in Betrieb genommen werden.

Personal muss ran, die sind ja auch alle in der Warteschleife auf dem Arbeitsamt oder in Kurzarbeit. Das sind alles so Dinge, wo man ein bisschen Vorlauf braucht.

Lutz Müller Geschäftsführer Freizeitpark Plohn

Die Besucher konntendie Eröffnung kaum noch erwarten. Lutz Müller bekam unzählige Mails und Anrufe. Trotz aller Freude müssen natürlich auch in Plohn weiterhin verschiedene Corona-Regeln eingehalten werden - Mindestabstand und teilweise Maskenpflicht.

Freizeitpark Plohn
Lange war der Eingangsbereich des Freizeitparks Plohn verwaist. Doch jetzt geht es wieder los. Bildrechte: MDR/Bernd Schädlich

Öffnung unter Auflagen

Die Betreiber müssen ebenfalls etliche Auflagen erfüllen, so Müller. "Wir brauchen ein genehmigtes Hygienekonzept, wir brauchen ein eigenes Testcenter vor dem Park", sagt er. "Wir haben natürlich auch Besucherbeschränkungen und rechnen mit 4.000 Besucher maximal." Tickets gibt es nur vorab im Online Shop. Alle Personen ab sechs Jahren müssen am Eingang entweder einen aktuellen Negativtest vorweisen, geimpft oder genesen sein.

In der Mitte des Bildes sieht man ein großes, rotes Achterbahnlooping. Links und rechts im Bild sind andere Fahrteile der Achterbahn zu sehen. Im Hintergrund ist ein blauer Himmel mit vereinzelten Schleierwolken.
Bevor der Park am nächsten Donnerstag öffnen kann, müssen erst alle Fahrgeschäfte wieder in Betrieb genommen werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nimmt man die letzte Saison und den verspäteten Start in diesem Jahr zusammen, fehlen rund 3,5 Millionen Euro in der Kasse des Freitzeitparks, so Lutz Müller. Das Loch konnte nur mit einem neuen Kredit gestopft werden. Aber aufgeben sei dennoch nie eine Option gewesen. "Wir hätten die Saison noch überstanden –aber es ist nicht gesund, wenn man seine gesamten Rücklagen aufbraucht", sagt Müller. "2024 hatten wir vor, wieder mal eine größere Attraktion zu bringen. Aber da werde ich wohl eher an den Kosten knabbern, die Corona verursacht hat, als große neue Fahrgeschäfte zu bauen."

Trotz allem bleibt Müller Optimist. Wenn die Inzidenzwerte so bleiben wie sie aktuell sind, dann könne es noch eine gute Sommersaison werden. Und das wichtigste sei, dass es jetzt erstmal los gehe.

Quelle: MDR/al/bs

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport aus dem Studio Chemnitz | 28. Mai 2021 | 16:30 Uhr

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