Neue Allgemeinverfügung Corona-Testpflicht vor Friseurbesuch im Vogtlandkreis - Es hagelt Absagen

Friseurin mit Corona-Maske
Am Montag dürfen die Friseure in Sachsen wieder öffnen. Im Vogtlandkreis müssen die Kunden und Kundinnen aber einen negativen Corona-Test vorweisen. Bildrechte: IMAGO / CTK Photo

Der Vogtlandkreis hat in seiner neuen Allgemeinverfügung Zugangsbeschränkungen für Friseure erlassen. Kunden müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Laut Verfügung kann es sowohl ein PCR-Test als auch ein Schnelltest sein, dessen Ergebnis in deutscher Sprache vorliegt. Die Vorgaben gelten für Friseure, Fußpflegen, Fahrschulen und Musikschulen. Diese dürfen laut Sächsischer Corona-Schutzverordnung ab Montag wieder öffnen. Während sachsenweit vorgeschrieben ist, dass sich das Personal der genannten Betriebe einmal wöchentlich auf das Coronavirus testen lassen muss, müssen sich die Betriebe im Vogtland zusätzlich von ihrer Kundschaft das negative Testergebnis vorlegen lassen und dies dokumentieren.

Viele Kunden und Kundinnen sagen Friseurtermine ab

Zahlreiche Friseure im Vogtland reagieren empört auf die neue Verordnung. Michael Lienemann ist Friseurmeister in der vierten Generation aus Falkenstein und hat absolut kein Verständnis dafür. "Wir selber waren gerade beim Corona-Test, als die Nachricht kam, dass sich Kunden für ihren Friseurtermin auch auf Corona negativ testen lassen müssen", erzählt er. "Das ist natürlich eine Oberkatastrophe. Weil das ein riesiger Aufwand ist und Kunden abschreckt, die endlich nach zehn Wochen Lockdown einen Friseurtermin bekommen haben." Viele Kunden würden nun ihre Termine wieder absagen, da sie keine Testmöglichkeit haben. Auch Friseurmeisterin Korinna Ernst aus Falkenstein wurde von der neuen Allgemeinverfügung überrascht. "Wir haben gar keine Vorbereitungszeit, wir können diese Test-Termine gar nicht so schnell besorgen", sagte sie. "Wir denken, dass einige Kunden den Termin nicht einhalten können."

Schließung von Kitas und Aussetzung von Präsenzunterricht

Laut Landrat Rolf Keil wurde die neue Allgemeinverfügung erlassen, da der Vogtlandkreis seit Tagen eine 7-Tages-Inzidenz über 200 (253, Stand: 26.02.2021) aufweise. Die Tendenz sei steigend. In der neuen Allgemeinverfügung wird ebenfalls geregelt, dass ab Montag im Vogtlandkreis der Präsenzunterricht in Grund- und Förderschulen ausgesetzt wird und Kindertagesstätten schließen. Eine Notbetreuung wird eingerichtet, teilte der Landkreis mit. Die Schüler der Abschlussklassen können ihre Schulen weiterhin besuchen.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.02.2021 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

MDR SACHSENSPIEGEL | 26.02.2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus dem Vogtland und Greiz

Mehr aus Sachsen