Erdbebenstärke 2,9 Im Vogtland bebt erneut die Erde

Seismograph
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Seit Sonnabend bebt im Vogtland erneut die Erde. Ein Erdbebenschwarm sorgt seitdem für eine Reihe mehr oder weniger starker Beben in der Region. Das bislang stärkste Beben ereignete sich am Sonnabend kurz vor 10 Uhr und erreichte eine Magnitude von 2,9. Bis zum Montag wurden mehrere Ereignisse über einer Magnitude von 2,0 registriert. Erdbeben dieser Stärke können in einem Umkreis von 50 Kilometern gespürt werden. Geringere Aktivitäten waren bereits seit dem 6. April aufgetreten.

Wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) mitteilte, wurde der Herd der Beben in Tschechien lokalisiert. Er liegt demnach nördlich von Novy Kostel bei Luby nahe der sächsischen Grenze.

Erloschene Vulkane könnten die Erdbebenursache sein

Schwarmbeben treten im Vogtland immer wieder auf. Dabei kommt es in dichter zeitlicher Reihenfolge zu kleinen Erdstößen im gleichen Gebiet. Die seismische Aktivität im Vogtland hatte bereits in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Ursachen dafür werden in der vulkanischen Aktivität vor mehreren hunderttausend Jahren in der Region vermutet. Im Dezember 2020 und Januar 2021 waren aus dem Vogtland ebenfalls Schwarmbeben gemeldet worden. Die stärksten Beben dieses Schwarms erreichten eine Magnitude von 2,6.

Ein Kartenausschnitt zeigt das Vogtland. Auf der Fläche sind viele hellgraue und dunkelgraue Kreise markiert, die für Erdbebenstöße sthehen. Seit Dezember 2020 haben hunderte Erdbebenbewegungen das Vogtland erschüttert.
Der Schwerpunkt der aktuellen Schwarmbeben liegt in Tschechien. Bildrechte: Landesamt für Geologie

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 12. April 2021 | 12:30 Uhr

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