Morgenröthe-Rautenkranz Finanzierung für Ausbau der Raumfahrtausstellung gesichert

In der vergangenen Woche suchte der Bürgermeister von Muldenhammer die Öffentlichkeit, weil er die Finanzierung des Neubaus für das Raumfahrtmuseum wanken sah. Nun kam Entwarnung aus Berlin: Das Geld ist fest eingeplant.

Carolin Schuttwolf und Karin Schädlich von der Deutschen Raumfahrtausstellung im vogtländischen Morgenröthe-Rautenkranz betrachten am 11.02.2009 in einem speziellen Raum ein Modell der beleuchteten Internationalen Raumstation ISS im Orbit.
Die Finanzierung des Erweiterungsbaus der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz mit Bundesmitteln ist gesichert. Bildrechte: dpa

Die geplante Erweiterung der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz kann fortgeführt werden. Das bestätigte am Freitag der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und Landesschatzmeister der FDP Sachsen, Torsten Herbst, MDR SACHSEN. Von den insgesamt 4,5 Millionen Euro, mit denen der Bund das Bauprojekt fördert, könnten 2,7 Millionen sofort abgerufen werden. Die restliche Summe würde nach einer Bestätigung des Haushaltsausschusses ebenfalls bereitgestellt, sagte Herbst.

Jürgen Mann, Bürgermeister von Muldenberg und Bauherr des 8,7 Millionen teuren Anbaus, hatte am Mittwoch beklagt, dass es seit Mai keine Kommunikation mit dem seit dem Regierungswechsel FDP-geführten Berliner Verkehrsministerium gegeben habe. Er wisse daher nicht, ob der Erweiterungsbau des Museums überhaupt gebaut werden könne. Bisher gebe es nur eine Zusage aus Dresden, dass die Landesmittel gezahlt würden.

Entwarnung aus Berlin

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und Landesschatzmeister der FDP Sachsen, Torsten Herbst, reagierte auf die Veröffentlichung verwundert. Er sagte MDR SACHSEN, dass die Gesamtsumme von 4,5 Millionen Euro, die im Bundeshaushalt verankert sind, für die Erweiterung der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz zur Verfügung stünden. "Darauf können sich die Bürger vor Ort verlassen." Für einen Teil der Summe benötige man noch einen technischen Vorgang des Haushaltsausschusses, um die Mittel freizugeben, was aber in den nächsten Wochen passieren werde. "2,7 Millionen können bereits jetzt ausgegeben werden. Dieses Geld steht zur Verfügung." Was der Bund beschließe, daran halte er sich auch, ergänzte Herbst.

Torsten Herbst, MdB, FDP-Obmann im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur
Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Torsten Herbst hat versichert, dass die Bundesmittel für den Ausbau der Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz wie geplant fließen werden. Bildrechte: imago images/Metodi Popow

An der Kommunikation wird weiter gearbeitet

Torsten Herbst, der auf dem kurzen Dienstweg am Donnerstag mit Bürgermeister Jürgen Mann telefoniert hatte, will ergründen, warum zwischen dem Muldenberger Stadtoberhaupt und den Ministerien in Berlin monatelange Funkstille geherrscht hat. "Ich sitze ja nicht selbst im Ministerium", sagte Herbst. "Aber ich werde noch einmal nachhaken, wo es da unter Umständen eine Unterbrechung bei der Kommunikation gegeben hat." Das Wichtigste sei aber, dass die Unsicherheit beseitigt worden sei, die aus seiner Sicht hätte gar nicht eintreten müssen.

Mit den Bundesmitteln, mit den Mitteln des Landes und der Ausschreibung sind jetzt alle Lichter für die Erweiterung auf Grün gestellt.

Torsten Herbst Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion

Im Foyer der Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz sitzen Zuschauer vor einem Monitor.
Die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz soll erweitert werden, um weitere Angebote für die Besucher zu schaffen. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke

Vereinschefin ist erleichtert

Die Vereinschefin des Trägervereins für die Raumfahrtausstellung, Karin Schädlich, ist erleichtert über die Nachricht. "Wir freuen uns natürlich sehr, dass der Bau der Erweiterungshalle jetzt vorangetrieben werden kann." Es gebe schon viele Pläne für die Gestaltung, die weit über eine reine Ausstellung hinausgingen. "Wir wollen die Raumfahrt durch Mitmach-Angebote erlebbar machen. Aber das geht natürlich nur, wenn wir mit der neuen Halle auch den Raum dafür haben", sagte sie MDR SACHSEN. "Trotz der momentanen Schwierigkeiten in vielen Branchen hoffe ich, dass der Bau nun im Frühjahr beginnen kann."

Die zweite Halle des Museums soll multifunktional gestaltet werden. Neben Ausstellungen, Veranstaltungen und Schulungen sollen Lager, Werkstatt und Archiv der Raumfahrtausstellung dort ihren Platz finden. Auch die Heimatstube des Ortes soll in der Halle eine neue Heimat finden.

MDR (tfr)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten aus dem Regionalstudio Chemnitz | 23. September 2022 | 12:30 Uhr

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