Bewerbung Plauen will Bewerbung für Zukunftszentrum vorantreiben

Die Stadt Plauen will das Zukunftszentrum Deutsche Einheit in die Spitzenstadt holen. Sie will ihre Bewerbung dafür nun voranbringen. Sollte das sogenannte Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit in Plauen gebaut werden, würde das Vogtland auch international mehr in den Fokus rücken, besonders die Rolle der Stadt Plauen im Herbst 1989.

Die Stadt Plauen will ihre Bewerbung für das geplante bundesweite Zentrum für Deutsche Einheit weiter vorantreiben. Er habe bereits viel Zuspruch von Lokal-Politikern erhalten, sagte Oberbürgermeister Steffen Zenner MDR SACHSEN. "Ich denke, wir haben unseren vogtländischen Kreis zusammen. Wir werden dann im Januar den Letter of Intent verfassen. Das soll zum einen eine Interessensbekundung sein, zum anderen aber auch ein starkes Signal des gesamten Vogtlandes, nicht nur des sächsischen, sondern des böhmischen, des thüringischen, des bayerischen Vogtlandes."

Plauens Oberbürgermeister  Steffen Zenner
Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner bekommt Zuspruch für die Bewerbung. Bildrechte: Steffen Zenner

Wir wollen dieses Zentrum hier in Plauen haben, um dem gesamten Vogtland hier Synergieeffekte zukommen zu lassen.

Steffen Zenner Plauens Oberbürgermeister

Plauen hofft auf den Zuschlag

Sollte das "Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit" in Plauen gebaut werden, würde das Vogtland auch international mehr in den Fokus rücken, besonders die Rolle der Stadt Plauen im Herbst 1989. In einem früheren Interview sagte Zenner MDR SACHSEN: "Es geht um eine Mischung aus Aufarbeitung der Geschichte der friedlichen Revolution, um die Umbrüche danach, aber auch um Transformationsgeschichten in Richtung Europa." Plauen würde damit internationale Bedeutung erlangen. "Es wäre ein Weckruf für unsere Stadt, aber auch für die gesamte Region." Die Einrichtung könnte jährlich tausende zusätzliche Gäste ins Vogtland locken, so der Plauener Oberbürgermeister weiter.

Bund entscheidet über Standort - Sachsen unterstützt Bewerber

Sachsen unterstützt die Kommunen bei ihrer Bewerbung. Laut Staatskanzlei sollen insgesamt 150.000 Euro für sächsische Bewerberstädte bereitgestellt werden. Pro teilnehmender Kommune könnten bis zu 50.000 Euro ausgereicht werden. Sachsen habe ein großes Interesse daran, Standort für das europäische Zukunftszentrum zu werden, sagte Staatskanzleichef Oliver Schenk im Sommer. Es werde über den Freistaat hinaus eine große Strahlkraft in Deutschland und Europa haben und ein wichtiger Ort der Forschung, des Dialogs und der Kultur sein, so Schenk damals.

Der Bund will bis 2027 in Ostdeutschland ein Transformationszentrum aufbauen, das unter anderem Erfahrungen aus der Friedliche Revolution aufgreifen soll. In etwa einem halben Jahr will der Bund über den Standort in einem Wettbewerb entscheiden. Weitere Interessenten sind neben der Stadt Plauen unter anderem die Städte Leipzig, Jena, Eisenach und Cottbus.

Über das geplante Zukunftszentrum Hintergrund ist die Arbeit der überparteilichen Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit". Diese hatte den Bau eines "Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit" vorgeschlagen. Es soll die Leistungen und umfangreichen Transformationserfahrungen der Menschen in den neuen Bundesländern thematisieren. Es gelte, diese Leistungen und Erfahrungen nutzbar zu machen für die Zukunft des gesamten Landes.

Quelle: MDR/dst/bs (epd,dpa)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 25. Dezember 2021 | 11:00 Uhr

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