Ermittlungen Mann nach Tötungsdelikt in Plauen in Psychiatrie eingewiesen

Ein ein 63 Jahre alter Mann aus Plauen im Vogtland soll am Sonntagabend seine Frau getötet haben. Nach einem Sprung von der Staumauer der Talsperre Pöhl rettete ihn die Wasserwacht. Er wurde in die Psychiatrie gebracht.

Blaulicht auf Polizeifahrzeug vor Rettungswagen
Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Nach der Tötung einer Frau in Plauen ist ihr tatverdächtiger 63 Jahre alter Ehemann in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Zwickau, Jürgen Pfeiffer, verwies auf die Entscheidung des Haftrichters. "Der Beschuldigte ist psychisch krank und es gibt dringende Gründe für die Annahme, dass er schuldunfähgig oder zumindest vermindert schuldfähig war, als er die Tat begangen hat." Der Richter habe daher seine einstweilige Unterbringung in einem pysychiatrischen Krankenhaus angeordnet. "Näheres zum Tatmotiv ist derzeit nicht bekannt", sagte Pfeiffer. Bei einem Termin mit einem Haftrichter am Amtsgericht Zwickau am Montag habe sich der Mann nicht zu den Vorwürfen geäußert. "Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wurde die Tat ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen ausgeführt, vermutlich durch Würgen", sagte Pfeiffer.

Verdächtiger wurde aus Talsperre Pöhl gerettet

Der Tatverdächtige hatte nach Angaben der Polizei am Sonntagbend den Notruf gewählt und die Tötung der Frau gestanden. In dem Telefonat habe er angekündigt, sich von der Sperrmauer der Talsperre Pöhl stürzen zu wollen. Nach Angaben der Polizeidirektion Zwickau konnte die Wasserwacht den Mann bei einer daraufhin eingeleiteten Suchaktion unverletzt aus der Talsperre retten. Die Leiche seiner Frau wurde von der Polizei in der Wohnung in Plauen gefunden.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 14. September 2021 | 08:30 Uhr

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