Urteil Bewährungsstrafe nach Eierwurf auf grüne Wahlhelferin in Plauen

Zweieinhalb Wochen nach dem Anschlag auf eine Wahlhelferin der Grünen in Plauen hat der Täter bereits seine Strafe erhalten. Der 50-Jährige wurde in einem beschleunigten Verfahren verurteilt. Die sächsischen Grünen sehen durch das Urteil die Demokratie gestärkt.

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht im Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg vor Aktenbergen.
Zweieinhalb Wochen nach einer Eierwurf-Attacke wurde gegen einen 50 Jahre alten Mann das Urteil gefällt. Bildrechte: dpa

Nach dem tätlichen Angriff auf eine Wahlkämpferin der Grünen in Plauen ist der Angeklagte zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss er 120 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten und einen Anti-Aggressionskurs absolvieren. Der 50 Jahre alte Mann hatte einen Tag vor der Bundestagswahl am 26. September ein rohes Ei auf die 19 Jahre alte Kreisvorsitzende der Grünen geworfen und die junge Frau leicht verletzt. Ein Grünen-Politiker konnte den Täter überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Ein Mensch in Handschellen
Der Beschuldigte wurde nach der Tat vorübergehend festgenommen. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Grüne: Nicht entmutigen lassen

Die Grünen in Sachsen begrüßten das Urteil. "Der Rechtsstaat hat hier die Verantwortung übernommen, seine Pflicht erfüllt und stärkt damit unsere Demokratie", erklärte die Grünen- Landesvorsitzende Christin Furtenbacher. Der Wahlkampf sei von einer "neuen Stufe eines aggressiven Klimas" geprägt gewesen. Der tätliche Angriff in Plauen habe gezeigt, wie schnell aus Worten Taten folgen können. Demokratinnen und Demokraten dürften und würden sich von solchen Einschüchterungsversuchen nicht entmutigen lassen.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten aus der Region Chemnitz | 13. Oktober 2021 | 08:30 Uhr

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