Skispringen Neues Windnetz für Vogtland-Arena Klingenthal

Skispringen ist ein Sport, der wie kaum ein anderer anfällig für Wetterkapriolen ist. Immer wieder müssen Springen verschoben oder abgesagt werden, weil heftige Winde zu gefährlich sind oder einen fairen Wettkampf unmöglich machen. Der Weltverband hat deshalb beschlossen, dass an allen Anlagen Netze zum Windschutz installiert werden müssen. So auch in Klingenthal.

Skischanze Klingenthal
Die Schanze der Vogtland-Arena in Klingenthal wird für die kommende Saison vorbereitet. (Archivbild) Bildrechte: dpa

In der Vogtland-Arena Klingenthal hat am Montag der Aufbau des neuen Windnetzes begonnen. Das Netz soll beim Sommer-Grand-Prix der Skispringer Anfang Oktober in Betrieb gehen, wie Klingenthals Oberbürgermeister Thomas Hennig MDR SACHSEN sagte. Ohne Windnetz hätte die Stadt vom Ski-Weltverband FIS keinen Wettbewerb mehr bekommen.

Forderung des Weltverbands

"Das sind ganz einfach die Voraussetzungen", so Hennig, der neben seinem Amt als Bürgermeister auch Chef des Zweckverbandes Vogtland-Arena ist. "Die FIS fordert eine Flutlichtanlage und ein Windnetz." Windnetze sollen Skisprunganlagen vor zu starken Winden schützen und den Wettkampf trotz Open-Air-Bedingungen möglichst fair gestalten. Laut Hennig soll der Aufbau der Anlage bis zum 1. Oktober abgeschlossen sein und rund zwei Millionen Euro kosten.

Der polnische Skispringer Adam Malysz springt am Samstag (03.01.2009) während des Trainings hinter den neuen Windnetzen der Bergiselschanze im Rahmen der 57. Vierschanzen-Tournee in Innsbruck.
Ein Windnetz zum Schutz der Springerinnen und Springer gibt es bereits an vielen Schanzen weltweit. Bildrechte: dpa

Investition in die Zukunft

Mit dem Aufbau habe man die Arena gut für die Zukunft gerüstet, meint Hennig. Die Skisprunganlage und die zahlreichen Events locken nach Angaben des Oberbürgermeisters jedes Jahr bis zu 60.000 Besucherinnen und Besucher in den Ort. Deshalb sei es wichtig gewesen, die Schanze für kommende Wettbewerbs-Saisons zu rüsten. "Denn sonst kommt auch irgendwann kein Tagestourist mehr. Dann wird die ganze Schanze defizitär", sagte Hennig.

Quelle: MDR/bj/mina

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 20. September 2021 | 12:30 Uhr

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