Gegen den Ärztemangel Zentrum für Augenheilkunde entsteht im Helios-Klinikum Plauen

Im Vogtland soll ein Projekt den drohenden Augenarztmangel verhindern. Dazu entsteht am Plauener Helios-Klinikum ein "Ambulantes Versorgungs- und Weiterbildungszentrum für Augenheilkunde". Die dort ausgebildeten Ärzte sollen dann möglichst im Vogtland gehalten werden.

Der Haupteingang des Helios Vogtland-Klinikums Plauen
Am Helios-Klinikum in Plauen soll ein Projekt dem drohenden Augenarztmangel im Vogtlnad entgegenwirken. Bildrechte: dpa

Am Helios Vogtlandklinikum entsteht ein ambulantes Versorgungs- und Weiterbildungszentrum für Augenheilkunde entstehen. Wie das Helios Klinikum auf Nachfrage von MDR SACHSEN mitteilte, soll so gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen auf die weiter abnehmende Zahl an Augenarztpraxen in der Region reagiert werden.

"Wir verbinden damit einfach einen Hoffnungsschimmer, dass in Zukunft die augenärztliche Versorgung aufrechterhalten werden kann", sagt Dirk Ehrich, Chef der Augenklinik am Helios Vogtlandklinikum Plauen. Aktuell seien im Vogtlandkreis sechseinhalb Stellen nicht besetzt. In vier Jahren könnten es zehn unbesetzte Stellen sein.

Fünf Personen vor Ambulantem Zentrum
Die Landtagsabgeordneten Sören Voigt und Andreas Heinz, der Chef der Augenklinik am Helios Vogtlandklinikum Plauen Dirk Ehrich, Klinikgeschäftsführer Ralph Junghans und die
Geschäftsführerin der Bezirksgeschäftsstelle Chemnitz der Kassenärtlichen Vereinigung Sachsen Carmen Baumgart (von links) stellten die Pläne für das ambulante Versorgungs- und Weiterbildungszentrum für Augenheilkunde vor.
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Bis zu 12.000 Termine im Jahr

"Wir wollen Stellen schaffen: vier Assistenzärzte, unterstützt von zwei Fachärzten aus der Klinik und vier Arzthelferinnen, wobei eine davon auch eine Optikerausbildung haben wird", so Ehrich. Geplant sei, im ersten Jahr 8.000 Termine zu vergeben und das dann auf 12.000 Termine zu steigern. Der Start des Modellprojekts sei für Januar kommenden Jahres geplant. Die Umbaumaßnahmen starten im August. Finanziert wird das Ganze mit 650.000 Euro vom Freistaat Sachsen.

In dem Zentrum auf dem Gelände des Krankenhauses sollen zwei Praxen eingerichtet werden, in denen die Assistenzärzte unter Anleitung von Fachmedizinern tätig sind. Sie sollen nach ihrer Facharztausbildung möglichst weiter im Vogtland tätig bleiben. Ähnliche Projekte soll es auch an den Kliniken in Aue-Bad Schlema, Glauchau und Zwickau geben.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 02. Juli 2021 | 08:30 Uhr

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