Flüchtlingspolitik Sächsischer Integrationspreis für queere Geflüchtete in Chemnitz

Junge Leute stehen mit der Regenbogenfahne über den Schultern auf einem Platz in Chemnitz.
Die Beratungsstelle unterstützt seit vier Jahren in Chemnitz und Umgebung Asylsuchende, die wegen ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität aus ihren Heimatländern geflohen sind. (Archivbild, 2019) Bildrechte: MDR/Anett Linke

Ein Projekt des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschlands (LSVD) für Geflüchtete in Chemnitz erhält den Sächsischen Integrationspreis 2020. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Nach dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ist es die zweite Auszeichnung für das Projekt in diesem Jahr.

Schutzräume und Vernetzung für LSBTI-Geflüchtete

Die Beratungsstelle unterstützt seit vier Jahren queere Asylsuchende in Chemnitz und Südwestsachsen. Die Geflüchteten werden in ihrem Heimatländern aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität verfolgt und sind oft auch in Sammelunterkünften nicht sicher. "Sie erfahren dort Anfeindungen und manchmal auch Gewalt. Daher braucht es geeignete Schutzräume, in denen sie ohne Angst leben können", berichtet Projektmitarbeitende Meike Martin.

Mit dem Preisgeld will die Beratungsstelle nach eigenen Angaben ihre Informationsangebote ausbauen und die Kommunikation der queeren Asylsuchenden untereinander stärken.

Was bedeutet "LSBTI"? Die Abkürzung LSBTI steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und intersexuell und bezieht sich auf Menschen, die außerhalb des heteronormativen Spektrums leben. Oft wird auch der Oberbegriff "queer" verwendet.

Quelle: MDR/sm

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