Automobilindustrie Audi startet Produktion von neuem E-Auto in Zwickau

Im Volkswagen-Werk in Zwickau ist die Produktion des neuen Audi Q4 "e-tron" angelaufen. Das Werk wurde jüngst zu einem reinen Elektro-Werk umgerüstet. Schon diesen Sommer sollen erste Fahrzeuge ausgeliefert werden.

Offizielle Vorstellung im April

Am einstigen Audi-Geburtsort Zwickau wird neben der Marke Volkswagen nun auch wieder für den Konzernpartner Audi produziert. Der Q4 "e-tron" ist das erste rein elektrische SUV-Modell, dass die Ingolstädter in Deutschland fertigen. Wie das Auto am Ende genau aussieht, ist derzeit aber noch unbekannt: Erst im April wird das neue E-Mobil aus Zwickau der Weltöffentlichkeit präsentiert. Bereits im Sommer sollen die ersten Fahrzeuge des neuen Modells ausgeliefert werden.

Wie das Unternehmen erklärt, produziert das Zwickauer Werk mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien. Der Standort sei ein Teil der "Elektro-Offensive" des Konzerns.

Audi mit langer Vergangenheit in Zwickau

Bereits im Jahr 1909 wurden in Zwickau die ersten Audi-Automobilwerke gegründet. "Wir schreiben so die lange Automobilhistorie Sachsens fort", beschreibt Stefan Loth, Vorsitzender der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen die Rückkehr von Audi nach Zwickau.

330.000 Fahrzeuge pro Jahr

Erst im Januar war bekannt geworden, dass sich die Gesamtinvestitionen für den Umbau des Fahrzeugwerkes Zwickau auf Elektromobilität auf rund 1,2 Milliarden Euro belaufen. Bei Vollauslastung sollen auf zwei Fertigungslinien pro Jahr 330.000 Fahrzeuge gefertigt werden. Alle 8.000 Mitarbeiter werden mit Qualifizierungsmaßnahmen für die Produktion von E-Autos geschult.

Das letzte Fahrzeug mit Verbrennungsmotor lief in Zwickau im Sommer 2020 vom Band. Neben den Elektroautos werden noch die Karosserien für die Luxus-SUV von Lamborghini und Bentley an der Mulde gefertigt.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.03.2021 | ab 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

4 Kommentare

kleinerfrontkaempfer vor 35 Wochen

Auch diese schicken, hochgezüchtete und "preiswerten" Autos werden eine gemeinsamkeit mit ihren Verbrennervorgängern haben:
Sie werden den größten teil ihres Autolebens stehen!
In Garagen, auf Parkplätzen und Parkhäusern, unter Laternen, in Werkstätten und im Stau.
Alle haben das gewollt und sind glücklich damit. Dabei wird ein grundsätzliches Problem der Mobilität für freie Bürger übersehen: Alles dient einem grenzenlosen Konsum.
Und die Verbrenner sind inzwischen technisch top. Es liegt am Kraftsstoff, der synthetisch optimal aufbereitet klimatauglich wäre.

part vor 35 Wochen

Die Einsparungen am Energieverbrauch bei den Verbrennungsmotoren sind fast ausgereizt, bis auf die Erprobung von Linearmotoren, die fast alles schlucken und dabei Elektroenergie erzeugen. Es wird so aber nicht kommen, die Zielrichtung ist klar: Stadtpanzer mit E- Antrieb und Verlagerung der Umweltverschmutzung in die Staaten mit Lithium-Lagerstätten. Ein klares Erfolgsmodell für Eigenheimbesitzer und Miniserienmitarbeiter mit Ladestationen, die Laternenparker dürften das Nachsehen haben. Ich erinnere mich noch an die Boom-Jahre in den USA, Hochstraßen in fast allen Großstädten und Ausbau der Infrastruktur. Der Ausbau der Infrastruktur in Europa schwächelt nun schon seit fast 30 Jahren, während in China heute Autobahnen mit 32 Fahrspuren existieren.

Eulenspiegel vor 35 Wochen

Hallo Gustaf
Der Kaufpreis ist doch nur einer unter vielen Kostenfaktoren.
Bedenken sie da nur die ganzen mittlerweile komplizierten Wartungsarbeiten bei Benziner und Diesel und den entsprechenden Kosten. Die fallen beim E Auto ganz weg.
Ich denke aber wer mit aller Gewallt ein Haar in der Suppe sucht der wird auch eins finden.

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