Badeunfall 65-jähriger Mann aus Talsperre Amselbach geborgen

Tödliche Badeunfälle häufen sich in Sachsen derzeit. Allein am Wochenende starben fünf Menschen. Außerdem kamen zwei erfahrene Taucher in Nordsachsen ums Leben, die Kriminalpolizei ermittelt die Todesumstände derzeit. Heute nun wurde erneut ein Todesfall gemeldet.

Rettungssanitäter auf Booten auf dem Gewässer
Nach einem mutmaßlichne Badeunfall am Sonnabend in der Talsperre Amselbach in Wildenfels konnte ein 65 Jahre alter Mann nur noch leblos aus dem Gewässer geholt werden. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Suche nach einem seit Sonnabend vermissten Mann in Wildenfels im Landkreis Zwickau hat am Dienstagmittag ein tragisches Ende gefunden. Wie die Zwickauer Polizei mitteilte, ist der gesuchte 65-Jährige tot. Sein Leichnam wurde an der Talsperre Amselbach geborgen. Die Kriminalpolizei hat nun Ermittlungen aufgenommen.

An der Suche hatten sich die Wasserwacht, Taucher und ein Polizeihubschrauber beteiligt. Mit dem Einsatz spezieller Sonartechnik der Freiwilligen Feuerwehr wurden am Montag Bereiche im Gewässer festgelegt, in denen Polizeitaucher seit Dienstagmorgen zielgerichtet nach dem Mann suchten.

Am Samstagabend hatte die Polizei den Hinweis erhalten, dass der Mann am Nachmittag zum Schwimmen zur Talsperre Amselbach gefahren war und seither kein Kontakt zur Familie oder anderen bestand. Laut Polizei wurden seine persönlichen Sachen auf der Staumauer gefunden, sein Fahrzeug stand in der Nähe.

Fünf tödliche Badeunfälle am Wochenende

Insgesamt gab es am Wochenende in Sachsen fünf schwere Badeunfälle. In Dresden konnten Taucher der DLRG am Samstag einen 19-Jährigen nur noch tot aus der Kiesgrube in Zschieren holen. In Schneeberg kam am Sonntagnachmittag ein 74 Jahre alter Mann ums Leben. Sein lebloser Körper wurde noch am selben Tag aus dem Wasser geborgen. Am Montagmorgen wurde ein 19-Jähriger bewusstlos aus dem Berzdorfer See bei Görlitz gezogen und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt, weil die Umstände des Unglücks bislang unklar sind.

Bereits am Freitag waren laut der Polizeidirektion Görlitz zwei Männer im Landkreis Bautzen beim Baden ums Leben gekommen. Badegäste zogen außerdem einen 80-Jährigen aus dem Olbasee und versuchten erfolglos, ihn zu reanimieren. Auch im Waldbad Niesendorf verunglückte ein 80-Jähriger tödlich.

Zusätzlich zu diesen Unfällen ermittelt die Kriminalpolizei, unter welchen Umständen zwei erfahrene Taucher am Sonnabend im Steinbruchsee Wildschütz in Nordsachsen ums Leben gekommen waren.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 22. Juni 2021 | 16:30 Uhr

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